Perspektive
zur Debatte vom 10. Dezember 2025
Taugt China als echtes Vorbild bei der Klimapolitik? Pro
Die ganze Welt profitiert von Chinas Energiewende
Die Perspektive in 30 Sekunden
Chinas Strategie hat nicht nur Wirkung im eigenen Land, sondern beeinflusst auch die globale Energiewende positiv, denkt Jacquelin Arend. Durch „massive Fabriken, vernetzte Lieferketten, niedrige Produktionskosten“ konnte China Solarstrom günstig produzieren und verkaufen, schreibt die Redakteurin im Nachrichtenmagazin FOCUS.
Seit 1976 hat sich der Preis von Solarmodulen um 99,6 % verringert. China hat der Autorin zufolge einen großen Anteil an dieser Entwicklung. Die enormen chinesischen Produktionskapazitäten bei Solarzellen, Batterien und Windturbinen zeigen diese Entwicklung demnach besonders stark. Das habe auch zu einem Wandel der Klimastrategie vieler anderer Länder geführt. „Denn die Energiewende hängt nicht von Moral ab, sondern von Geld“, schreibt Arend.
„China exportiert Solarpanels, Windturbinen, Batterien, Elektroautos, besonders nach Afrika, Südostasien, und Südamerika“, sagt sie. Dadurch können auch Entwicklungsländer direkt auf saubere Energie umsteigen und so die ‚fossile Sprungphase‘ überspringen. Laut Arend entsteht durch die sinkenden Preise zusätzlich eine selbstverstärkende Dynamik: „Länder kaufen mehr grüne Technologien, die dadurch noch günstiger werden – und die Energiewende beschleunigt sich global.“ Jedoch räumt sie ein, dass das Tempo beim Klimaschutz trotzdem nicht ausreicht, da sich China weiterhin nicht von fossilen Energieträgern trennt oder große Emissionsziele vorgibt.
Anmerkung der Redaktion
Jacqueline Arend ist Journalistin und FOCUS-Online-Redakteurin. Sie hat in der Nachrichtenredaktion bei BURDAFORWARD volontiert und zuvor unter anderem für die NEUE BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG gearbeitet. Arend beschäftigt sich hauptsächlich mit den Themen Klima, Politik und Wirtschaft. Außerdem betreibt sie den FOCUS-Klima-Newsletter.
Der FOCUS ist ein wöchentlich erscheinendes deutsches Nachrichtenmagazin mit Sitz in Berlin. Er wurde 1993 vom Hubert Burda Verlag als Konkurrenz zum SPIEGEL gegründet, Chefredakteure sind aktuell Franziska Reich und Georg Meck. Die verkaufte Auflage des FOCUS lag laut IVW 1/2026 bei rund 222.000 Exemplaren. Das Magazin erreicht etwa 3,4 Millionen Leser:innen und gehört damit zusammen mit dem SPIEGEL und dem STERN zu den reichweitenstärksten deutschen Wochenmagazinen. Auch der Online-Auftritt des Magazins gehört zu den reichweitenstärksten in ganz Deutschland: Laut der Website Similarweb hatte FOCUS.DE im März 2026 rund 54 Millionen Aufrufe zu verzeichnen. Der FOCUS gilt dabei in seiner Ausrichtung im Vergleich zu den beiden Konkurrenzmagazinen als konservativer und richtet sich an eine jüngere und männlichere Leserschaft. Er fokussiert sich dabei besonders auf nutzerorientierte und leicht zu rezipierende Texte wie etwa Ratgeber. Das GOETHE-INSTITUT befindet, das Blatt vertrete eine wirtschaftsliberale Haltung und wende sich „mit vielen grafischen Darstellungen und farbintensiven Bildern insbesondere an Leser:innen mit weniger Zeit“. Der FOCUS online sowie der Ableger FOCUS MONEY wurden über die Jahre mehrfach vom deutschen Presserat gerügt. Das Magazin wird von der FOCUS Magazin Verlag GmbH herausgegeben, die zum Konzern Hubert Burda Media gehört, und ist damit vollständig im Besitz der Familie Burda.
Originalartikel
Das China-Paradox: Wie der größte Schmutzfink unbemerkt das Klima rettet
FOCUS
Jacqueline Arend 02.11.2025 ·
3 Minuten ·
Deutsch
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