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Perspektive

zum Tagesthema vom 28. Februar 2025
🗳 Sondierungsgespräche zwischen CDU und SPD haben begonnen
Kritik

Die GroKo war Schuld am Aufstieg der AfD

Die Perspektive in 30 Sekunden

Die Möglichkeit, dass sich nach den Sondierungsgesprächen von SPD und CDU eine neue ‚Große Koalition‘ bzw ‚GroKo‘ entwickeln könnte, bedeutet für Redakteur Roberto De Lapuente nichts Gutes. Beim regierungskritischen Magazin OVERTON kritisiert er, die GroKo sorge keineswegs für die Stabilität, die sie verspreche. Vielmehr sei die Koalition aus SPD und CDU seiner Meinung nach Schuld am Aufstieg der AfD.

So unpassend die Bezeichnung ‚Große Koalition‘ angesichts der Umfragewerte auch sein möge – die GroKo habe das 21. Jahrhundert der Bundesrepublik politisch bestimmt wie sonst keine politische Konstellation, erinnert De Lapuente. Doch nun werde sie zum Auslaufmodell. „Die Deutschen haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten vorgemacht, dass dieser Verbund der beiden größten deutschen Parteien Stabilität und Sicherheit bringt. Aber dergleichen ist nicht eingetreten, ganz im Gegenteil“, meint der Redakteur. Denn dadurch, dass die beiden größten Parteien zusammen regiert haben, habe eine starke Opposition gefehlt und sich ein Ohnmachtsgefühl in der Bevölkerung entwickelt. Aus dieser Ohnmacht seien dann neue Parteien entstanden – mit dabei die AfD.

„Das Entstehen dieser Alternative für Deutschland (AfD) ist ein Produkt der Alternativlosigkeit, die durch die GroKo-Manie entstand“, glaubt De Lapuente. Er sieht hier vor allem die Schuld bei der SPD, die sich ewig an die Union angebiedert habe, nur um mitregieren zu können, und dabei ihre eigenen Werte verloren habe. Auch jetzt beschäftige man sich nicht mit einem inhaltlichen Neuanfang. „Lieber zieht man sich an der AfD hoch, erklärt ihr aus dem Grab heraus den Kampf. Wobei man nicht spürt, bereits im Grab zu stehen.“

Anmerkung der Redaktion

Roberto De Lapuente ist freier Journalist und Mitherausgeber des umstrittenen Blogs NEULANDREBELLEN. Er ist Redakteur des OVERTON-Magazins. Zudem schreibt er für das Wirtschaftsmagazin MAKROSKOP und ist Kolumnist bei der linken Tageszeitung ND. De Lapuente hat außerdem bereits für den umstrittenen Blog KEN FM gearbeitet. Im Nachfolgeprojekt von KEN-FM-Gründer Ken Jebsen APOLUT äußert sich De Lapuente kritisch gegenüber den deutschen Leitmedien, bezeichnet sie im Zuge der COVID-19-Pandemie als „Propagandisten“ und zieht Parallelen von Deutschland zum nationalsozialistischen Dritten Reich. Auf seinem ehemaligen Blog AD SINISTRAM (zu Deutsch „nach links“) hat er sich wie in seiner Arbeit für NEULANDREBELLEN wirtschaftspolitisch stark links orientiert. Er kritisiert Deutschland darin zudem als einen Staat, der „stufenweise eine Überwachungs- und Polizeigesellschaft heranzüchtet“. De Lapuente ist zudem Autor von einigen Büchern. „Rechts gewinnt, weil links versagt“, verlegt von WESTEND, wurde von der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG als eine Publikation kritisiert, die wenig sachliche Gründe oder Argumente aufweise.

OVERTON ist ein Magazin des Westend-Verlags. Es versteht sich nach eigenen Angaben als ein Debattenmagazin, das „die allgemeine Narrative“ hinterfragt und „sich der Aufklärung verpflichtet“ fühlt. Chefredakteur ist Roberto De Lapuente, Mitherausgeber des politischen Blogs NEULANDREBELLEN und Autor für das postkeynesianische Wirtschaftsmagazin MAKROSKOP. Für das Ressort „Krass und Konkret“ ist Florian Rötzer verantwortlich. Das Ressort ist ein Überbleibsel des am 1. Juni 2022 aufgelösten gleichnamigen Magazins, dessen Nachfolger OVERTON ist. Einige der Autor:innen schreiben nebenbei für TELEPOLIS oder den Blog NACHDENKSEITEN. Die Schwerpunkte des Magazins sind Themen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Zudem gibt es die Rubrik „Buchempfehlungen“, in der überwiegend Bücher des eigenen Verlags vorgestellt werden. OVERTON positioniert sich in seinen Artikeln überwiegend Kapitalismus- und regierungskritisch. Das Magazin bedient sich einer teilweise polarisierenden Sprache, wie beispielsweise mit Titeln wie „Die ‚Besessenheit‘ der USA, eine engere Zusammenarbeit zwischen Europa und Russland zu verhindern“. Einige Autor:innen wie Roberto De Lapuente lassen sich politisch links einordnen. Geschäftsführer des Westend-Verlags in Frankfurt am Main ist Andreas Horn. Der Westend-Verlag wurde zusammen mit 59 weiteren Preisträger:innen mit dem Verlagspreis 2020 ausgezeichnet.

Originalartikel
Die SPD – GroKo-Sucht kann tödlich enden
OVERTONRoberto J. De Lapuente
24.02.2025 · 5 Minuten · Deutsch
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