Perspektive
zur Debatte vom 01. September 2021🗳 Brauchen wir eine Frauenquote in deutschen Unternehmen?
„Die Hälfte der Macht den Frauen“
Die Perspektive in 30 Sekunden
Wenn Sie für eine Frauenquote in der Wirtschaft sind, können die Grünen neben der SPD eine gute Wahl sein. Ihr „Ziel ist und bleibt: die Hälfte der Macht den Frauen“, schreiben sie im Wahlprogramm. Im Gegensatz zum direkten 50/50 Ziel der SPD, streben die Grünen dieses Ziel aber langfristig gestaffelt an: Zunächst soll ein Drittel der Vorstandssitze an Frauen abgegeben werden, bei Neubesetzungen von Positionen soll ein Frauenanteil von 40 Prozent entstehen. Auf lange Sicht soll ein Prozentsatz von 50 angestrebt werden.
Die Grünen finden: Weil die Gesellschaft in Deutschland vielfältig sei, müsse sich diese Vielfalt auch in den Führungsebenen der Unternehmen widerspiegeln. „Freiwillige Regelungen haben nichts gebracht. Deshalb brauchen wir Quoten, die wirklich die kritische Masse herstellen“, meint die
Damit Frauen die Arbeit in Führungspositionen auch in der Praxis ermöglicht wird, soll zum Beispiel eine Elternzeitregelung im Aktienrecht eingeführt werden. Vorstände von Aktienunternehmen gelten rechtlich nämlich nicht als Arbeitnehmer. Zurzeit haben sie deshalb keinen Anspruch auf Elternzeit. Außerdem soll die Wirtschaftsförderung gerechter ausgestaltet und Frauen gezielt gefördert werden, „zum Beispiel durch einen staatlichen Wagniskapitalfonds nur für Gründerinnen.“