Perspektive

zur Debatte vom 22. Mai 2026
Sollte Deutschland seine Klimaziele entschiedener vorantreiben?
Pro

Die Menschen haben das Recht darauf, vor der Klimakrise geschützt zu werden

Die Perspektive in 30 Sekunden

Für reichen die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen der Bundesregierung bei Weitem nicht aus, um die Bevölkerung vor der Klimakrise zu schützen. Bei der überregionalen linken TAGESZEITUNG (TAZ) fordert die Redakteurin für Wirtschaft und Umwelt deshalb mehr Fortschritte.

Schwarz blickt auf eine ganze Reihe von Maßnahmen, die in ihren Augen zeigen, dass die Bundesregierung beim Klimaschutz gerade einen Rückwärtsgang einlegt. Dazu zählt sie etwa die Reform des Heizungsgesetzes sowie weitere Maßnahmen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die in ihren Augen die Energiewende verlangsamen.

Dabei steht die Energiewende laut Schwarz aktuell weltweit hoch im Kurs, weil sie unabhängig macht von Öl- und Gasimporten sowie damit verbundenen Preisschocks. Die Bundesregierung hat daran in den Augen von Schwarz offenbar wenig Interesse. „Für die Mehrheit der Menschen ist das von Nachteil“, findet Schwarz. „Sie hat das Recht darauf, von ihrer Regierung vor der eskalierenden Klimakrise geschützt zu werden.“

Anmerkung der Redaktion

, Jahrgang 1991, ist Ressortleiterin Wirtschaft und Umwelt bei der TAZ. Ihr thematischer Schwerpunkt ist die Klimakrise. Sie hat vor ihrer Zeit bei der TAZ als freie Journalistin für DER FREITAG, NEUES DEUTSCHLAND und die FRANKFURTER RUNDSCHAU geschrieben. Schwarz hat das Magazin KLIMAREPORTER mitgegründet und ist Geschäftsführerin des Verlags KlimaJournalistenBüro (KJB). Der Verlag betreut KLIMAREPORTER und andere Veröffentlichungen ähnlicher thematischer Ausrichtung. Sie moderiert darüber hinaus den Podcast „klima update“, ein gemeinsames Projekt der TAZ und KLIMAREPORTER.

Die TAGESZEITUNG (TAZ) ist eine überregionale deutsche Tageszeitung mit Hauptsitz in Berlin. Sie wurde 1978 als alternative, selbstverwaltete Zeitung gegründet – unter anderem vom Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele. Die Zeitung hat sich besonders in ihrer Anfangszeit an Linke, Studierende, Grüne und die Hausbesetzer-Bewegung gerichtet. Erklärtes Ziel der TAZ ist es seither, eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen. Sie gehört heute zu den zehn größten überregionalen Tageszeitungen in Deutschland, mit einer verkauften Auflage von rund 33.000 Exemplaren (3/2025, IVW). Seit Oktober 2025 erscheint die TAZ unter der Woche nur noch digital, lediglich die Wochenendausgabe wird noch gedruckt. Die Webseite der TAZ verzeichnete im März 2026 17,2 Millionen Zugriffe monatlich (Quelle: Similarweb). Das Goethe-Institut verortet die TAZ als „grün-linkes“ Blatt und betont besonders die oft sehr kritische Berichterstattung der Zeitung. Die TAZ hat sich online gegen Bezahlschranken entschieden und gibt Lesenden auf ihrer Website freiwillig die Option, zu zahlen. Außerdem bietet sie ein reguläres Abonnement mit drei unterschiedlichen Preisstufen in einem sogenannten „Soli-Preis-System“ an, bei dem Abonnent:innen selbst entscheiden können, wie viel sie zahlen. 1980 beschloss die Belegschaft der TAZ die erste Frauenquote Deutschlands (52 Prozent aller Planstellen in jedem Bereich). 2014 wurde die TAZ zu einer Entschädigungszahlung dafür verurteilt, dass sie eine Volontariatsstelle nur für Frauen ausgeschrieben hatte und männliche Bewerber damit laut Urteil diskriminierte. Die TAZ hat neben einigen journalistischen Preisen auch mehrere Rügen des Presserats erhalten. Sie wird seit 1992 genossenschaftlich herausgegeben, um unabhängig von großen Medienunternehmen zu bleiben. Jährlich findet eine Generalversammlung statt, an der jedes der zuletzt über 25.000 Mitglieder teilnehmen kann. Die Chefredaktion teilen sich , und Katrin Gottschalk.

Originalartikel
Die Regierung schützt die Bür­ge­r*in­nen nicht
DIE TAGESZEITUNG (TAZ)Susanne Schwarz
18.05.2026 · 1 Minute · Deutsch
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