Perspektive
zur Debatte vom 22. April 2026
Ist es richtig, dass die Bundeswehr an Schulen auftritt? Pro
Die Offiziere vermitteln hier wichtige politische Bildung
Die Perspektive in 30 Sekunden
Andreas Schmidt spricht sich klar für mehr Auftritte von Jugendoffizieren der Bundeswehr an Schulen aus. In seinem Kommentar beim öffentlich-rechtlichen NORDDEUTSCHEN RUNDFUNK (NDR) begründet der Redakteur das mit der veränderten sicherheitspolitischen Lage und einem wachsenden Informationsbedarf bei jungen Menschen.
Die Welt ist unsicherer geworden, meint Schmidt – gleichzeitig wissen ihm zufolge aber immer weniger Menschen, wie Sicherheitspolitik und Militär funktionieren. Deshalb findet Schmidt, dass Schulen dieses Wissen vermitteln sollten – auch mithilfe der Bundeswehr. „Das Wissen darüber, wie Militär funktioniert und in welche Bündnisse Deutschland wie integriert ist: Das sollten alle jungen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger haben“, so der Redakteur.
Zugleich hebt Schmidt die Rolle der Bundeswehr in der Demokratie hervor. Sie sei eine „Parlamentsarmee“ und handle nur auf Beschluss des Bundestags. „Unsere Demokratie funktioniert nicht ohne die Bundeswehr, und die Bundeswehr nicht ohne unsere Demokratie“, betont er. Niemand müsse sich für das Militär melden. Doch Auftritte von Jugendoffizieren könnten dazu beitragen, sicherheitspolitische Zusammenhänge greifbar zu machen – und junge Menschen besser auf aktuelle Krisen vorzubereiten.
Anmerkung der Redaktion
Andreas Schmidt ist Redakteur beim NORDDEUTSCHEN RUNDFUNK (NDR).
Der NORDDEUTSCHE RUNDFUNK (NDR) ist eine gemeinsame Landesrundfunkanstalt für die Freie und Hansestadt Hamburg sowie für die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Er ist Teil der öffentlich-rechtlichen ARD und entstand 1954 durch die Spaltung des NWDR in NDR und WDR. Der NDR trägt einen beträchtlichen Teil zum ARD-Fernsehprogramm DAS ERSTE bei, in seinen Studios wird etwa die TAGESSCHAU produziert. Der NDR unterhält ein Fernsehprogramm sowie Radioprogramme, darunter NDR 2, NJOY, NDR 90,3, das Hamburg Journal und NDR 1. Die Website des NDR verzeichnete im April 2026 ca. 44,9 Millionen Besuche (Quelle: Similarweb). Der Sender hat seinen Sitz in Hamburg, Intendant ist Hendrik Lünenborg. Zudem bildet der NDR gemeinsam mit dem WDR und der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG eine Recherchekooperation, die beispielsweise die Panama-Papers für Deutschland aufbereitet hat. 2022 wurde intern kritisiert, dass politische Berichterstattung beim NDR gefiltert oder beeinflusst werde und ein angespanntes Arbeitsklima herrsche. Der NDR ließ die Vorwürfe prüfen, konnte laut eigener Untersuchung jedoch keinen systematischen politischen Einfluss nachweisen. 2025 sorgte ein Konflikt über die Moderatorin Julia Ruhs aus dem Format „Klar“ für Spannungen: Das Format von NDR und BR sollte gezielt auch konservativere Perspektiven stärker einbeziehen, stieß intern jedoch auf heftige Kritik. Mehr als 250 Mitarbeitende distanzierten sich öffentlich. Schließlich beendete der NDR die Zusammenarbeit mit Ruhs, was eine breite Debatte über Meinungsvielfalt und den Umgang mit internen Konflikten auslöste.
Originalartikel
Bundeswehr: Mehr Schulbesuche in SH - ein Pro und Contra
NORDDEUTSCHER RUNDFUNK (NDR)
Andreas Schmidt 16.10.2025 ·
1 Minute ·
Deutsch
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