Perspektive

zur Debatte vom 16. Juni 2025
Können die „No Kings“-Proteste gegen Trump etwas bewirken?
Pro

Die Proteste senden zumindest ein Hoffnungssignal

Die Perspektive in 30 Sekunden

gibt zwar zu, dass die aktuellen Demonstrationen US-Präsident Donald Trump in seinen Plänen nicht aufhalten werden. Dennoch geht von ihnen ein Signal der Hoffnung aus, findet der Auslandsredakteur bei der linksliberalen deutschen Tageszeitung TAZ.

Für Pickert ist es definitiv noch nicht zu spät, Demokratie und Rechtsstaat in den USA vor dem Untergang zu retten – „es wird nur jeden Tag schwieriger“, gibt er zu bedenken. Deswegen sieht er es als hoffnungsvolles Zeichen, wenn die Menschen jetzt endlich gemeinsam auf die Straße gehen, Widerstand organisieren und Trump daran erinnern, dass die USA keine Monarchie sind und auch keine werden wollen.

„Selbst wenn man sich in der Anti-Trump-Bewegung einfach erst einmal nur gegenseitig neue Kraft geschenkt hat, waren die Demos am Samstag ein voller Erfolg“, findet Pickert. „Und mal schöne Bilder aus den USA tun auch auf der anderen Seite des Atlantiks wirklich gut.“

Anmerkung der Redaktion

ist ein deutscher Journalist und seit 1994 als Auslandskorrespondent für die TAGESZEITUNG (TAZ) tätig. Seine Spezialgebiete sind hier Themen aus den USA und Lateinamerika sowie alles rund um Menschenrechte. In den 1980er Jahren war Pickert Nicaragua-Aktivist und zwischen 2000 und 2012 war er Mitglied im Vorstand der TAZ-Genossenschaft. Pickert ist zudem stellvertretender Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins „Geschichte hat Zukunft – Neuendorf im Sande e. V.“ – ein Verein, der sich unter anderem für das Andenken von politisch Verfolgten während des Nationalsozialismus einsetzt.

Die TAGESZEITUNG (TAZ) ist eine überregionale deutsche Tageszeitung mit Hauptsitz in Berlin. Sie wurde 1978 als alternative, selbstverwaltete Zeitung gegründet – unter anderem vom Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele. Die Zeitung hat sich besonders in ihrer Anfangszeit an Linke, Studierende, Grüne und die Hausbesetzer-Bewegung gerichtet. Erklärtes Ziel der TAZ ist es seither, eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen. Sie gehört heute zu den zehn größten überregionalen Tageszeitungen in Deutschland, mit einer verkauften Auflage von rund 33.000 Exemplaren (3/2025, IVW). Seit Oktober 2025 erscheint die TAZ unter der Woche nur noch digital, lediglich die Wochenendausgabe wird noch gedruckt. Die Webseite der TAZ verzeichnete im März 2026 17,2 Millionen Zugriffe monatlich (Quelle: Similarweb). Das Goethe-Institut verortet die TAZ als „grün-linkes“ Blatt und betont besonders die oft sehr kritische Berichterstattung der Zeitung. Die TAZ hat sich online gegen Bezahlschranken entschieden und gibt Lesenden auf ihrer Website freiwillig die Option, zu zahlen. Außerdem bietet sie ein reguläres Abonnement mit drei unterschiedlichen Preisstufen in einem sogenannten „Soli-Preis-System“ an, bei dem Abonnent:innen selbst entscheiden können, wie viel sie zahlen. 1980 beschloss die Belegschaft der TAZ die erste Frauenquote Deutschlands (52 Prozent aller Planstellen in jedem Bereich). 2014 wurde die TAZ zu einer Entschädigungszahlung dafür verurteilt, dass sie eine Volontariatsstelle nur für Frauen ausgeschrieben hatte und männliche Bewerber damit laut Urteil diskriminierte. Die TAZ hat neben einigen journalistischen Preisen auch mehrere Rügen des Presserats erhalten. Sie wird seit 1992 genossenschaftlich herausgegeben, um unabhängig von großen Medienunternehmen zu bleiben. Jährlich findet eine Generalversammlung statt, an der jedes der zuletzt über 25.000 Mitglieder teilnehmen kann. Die Chefredaktion teilen sich , und Katrin Gottschalk.

Originalartikel
Erfrischender Energieschub gegen Trump
DIE TAGESZEITUNG (TAZ)Bernd Pickert
15.06.2025 · 2 Minuten · Deutsch
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