Perspektive

zur Debatte vom 20. Juni 2025
Müssen wir Social Media für Jugendliche verbieten, um sie zu schützen?
Contra

Die Plattformen müssen was ändern – nicht die Politik oder die Jugend

Die Perspektive in 30 Sekunden

hält nicht viel davon, soziale Medien für Kinder und Jugendliche zu verbieten. „Die Verantwortung liegt bei den Plattformen, nicht bei den Jugendlichen“, findet der Berlin-Korrespondent bei der regionalen Tageszeitung AUGSBURGER ALLGEMEINE.

Über Jahre hinweg haben diese Plattformen laut Lindenmaier Maschinen entwickelt und perfektioniert, die mit ihren Algorithmen Hass fördern, unsere Gesellschaft spalten, falsche Schönheitsideale propagieren und junge Menschen in die Arme von Kriminellen treiben. „Und sie sind damit unvorstellbar reich geworden“, betont Lindenmaier.

„Es wäre ihre Verantwortung, einen Teil dieses Reichtums darauf zu verwenden, die Plattformen zu sicheren Orten zu machen – insbesondere für Kinder und Jugendliche“, zeigt er sich überzeugt. Dass die Politik stattdessen über Verbote für Jugendliche diskutiert, hält Lindenmaier für feige.

Anmerkung der Redaktion

(1995*) studierte Politikwissenschaften in Hamburg. Anschließend besuchte er die Deutsche Journalistenschule in München. Nach seiner Ausbildung arbeitete er zunächst als freier Autor für die AUGSBURGER ALLGEMEINE, FUNK, ZEIT ONLINE und DEIN SPIEGEL, die Kinderzeitschrift des SPIEGEL-Verlags. Anschließend war er fast vier Jahre lang als Digital-Redakteur bei der AUGSBURGER ALLGEMEINEN beschäftigt. Seit Januar 2025 ist er für die Zeitung als Hauptstadtkorrespondent tätig. Für ein interaktives Projekt zur bayerischen Landtagswahl war er 2024 für den Theodor-Wolff-Preis nominiert.

Die AUGSBURGER ALLGEMEINE ist eine der größten bayerischen Lokalzeitungen. Sie hat ihren Sitz in Augsburg und wurde 1945 als SCHWÄBISCHE LANDESZEITUNG gegründet. 1959 erhielt sie ihren heutigen Namen. Sie gehört zur Mediengruppe Pressedruck, die nach Gesamtauflage das bundesweit sechstgrößte Verlagshaus ist. Die Journalismus-Plattform NEWROOM.DE bescheinigt der AUGSBURGER ALLGEMEINEN eine Monopolstellung im Raum Bayern und Schwaben, durch die die Zeitung gutes Geschäft macht. Die Mediengruppe Pressedruck gehört zu jeweils 50 Prozent den Schwestern Alexandra Holland und Ellinor Scherer. Das Hauptverbreitungsgebiet der AUGSBURGER ALLGEMEINEN ist das bayerische Schwaben und die angrenzenden Teile Oberbayerns. Die verkaufte Auflage der Hauptausgabe ist seit einigen Jahren rückläufig und beträgt gegenwärtig rund 68.000 Exemplare (IVW Q1/2026). Die Website der AUGSBURGER ALLGEMEINEN verzeichnete im März 2026 14,7 Millionen Aufrufe (Quelle: Similarweb). Chefredakteure der Zeitung sind Andrea Kümpfbeck und Peter Müller.

Originalartikel
Die Verantwortung liegt bei den Plattformen, nicht bei den Jugendlichen
AUGSBURGER ALLGEMEINEJonathan Lindenmaier
13.06.2025 · 2 Minuten · Deutsch
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