Perspektive

zur Debatte vom 01. September 2021
🗳 Brauchen wir einen bundesweiten Mietendeckel?
ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN

Der Mietendeckel mobilisiert die Massen völlig zurecht

Die Perspektive in 30 Sekunden

Dass die Miete von hunderttausenden Berliner:innen gesenkt wurde, das sei eine der wenigen Sternstunden linker Politik in Deutschland in den vergangenen Jahren gewesen, lobt der Journalist in der Wochenzeitung DER FREITAG. Und: Das Beispiel Berlin zeige gleichzeitig, wie sehr das Thema Mieten einen großen Teil der Bevölkerung mobilisieren könne.

Wenn Mieten steigen und steigen, während die Löhne stagnieren, sei ein Mietendeckel eben kein linksradikales Projekt, kommentiert Egger. Sogar von Wähler:innen der CDU werde ein Mietendeckel mittlerweile als eine angemessene Antwort auf den „Mietenwahnsinn“ verstanden.

Egger meint daher: Die Bundestagswahl im September ist der richtige Zeitpunkt für einen politischen Wandel. Wähler:innen haben jetzt die Möglichkeit, eine Regierung zu wählen, die das Feld der Wohnungspolitik nicht einfach dem Markt überlassen wolle – sondern Politik mache, die daran etwas ändere. Die Politiker:innen, die vor dem Verfassungsgericht geklagt hatten, warnt er: So manch ein:e Bürger:in werde „sich im September daran erinnern, dass CDU und FDP es für eine gute Idee hielten, mitten in einer globalen Pandemie den Mieterschutz der Immobilienspekulation zu opfern“.

Anmerkung der Redaktion

leitet das Wirtschaftsressort bei DER FREITAG. Für die Wochenzeitung beschäftigt er sich seit 2017 mit Wirtschaft, Grünes Wissen und Politik. Er hat in Wien, Paris, Damaskus und England studiert und sechs Jahre in London gearbeitet. Als freier Journalist hat er seit 2011 unter anderem für DIE ZEIT, KRAUTREPORTER und die TAZ geschrieben. 2017 und 2019 wurden seine Reportagen für den Henri-Nannen- bzw. Egon-Erwin-Kisch-Preis nominiert. Auf Twitter bezeichnet er sich als „Marxista Tennista“ – als marxistischen Tennisspieler.

DER FREITAG ist eine überregionale deutsche Wochenzeitung, die nach der Wende 1990 aus dem Ost-Berliner Sonntag, der DKP-nahen „Deutschen Volkszeitung“ und der Monatszeitschrift „Die Tat“ hervorgegangen ist. Ziel der Gründer war es damals, mit ihrer Zeitung das Zusammenwachsen der beiden deutschen Staaten zu begleiten und ein Forum für die Ost-West-Debatte zu bieten. Seit 2008 gehört DER FREITAG dem SPIEGEL-Erben , Chefredakteur:innen sind Philip Grassmann und . EUROTOPICS ordnet die Wochenzeitung in ihrer Grundhaltung als linksliberal ein, auch DER FREITAG wirbt selbst damit, seine „Leserschaft mit seinen Qualitäten als linksliberale Wochenzeitung“ zu begeistern. Herausgeber Augstein sowie TAGESSPIEGEL und TAZ sprechen hingegen von einer dezidiert „linken Zeitung“. Kontrovers wurde innerhalb der und Leserschaft die Entscheidung diskutiert, 2017 den ehemaligen CDU-Abgeordneten und umstrittenen Publizisten zum Herausgeber der Zeitung zu ernennen. Das führte dazu, dass dieser die Zeitung bereits 2018 wieder verließ. Die Zeitung veranstaltet die politische Veranstaltungsreihe „Freitag-Salon“ in Kooperation mit dem öffentlich-rechtlichen Berliner Radiosender RADIOEINS, der die Diskussion mit Jakob Augstein und seinem jeweiligen Gast live im Radio überträgt. Außerdem hat der FREITAG eine Kooperation mit der britischen Tageszeitung THE GUARDIAN für den deutschsprachigen Raum. Dabei erscheinen Artikel des GUARDIAN im FREITAG in deutscher Sprache. DER FREITAG hatte laut IVW im 1. Quartal 2026 eine verkaufte Auflage von rund 28.000 Exemplaren und verzeichnet damit eine positive Entwicklung. Sein Webauftritt hatte laut Similarweb im April 2026 rund 391.300 Besuche zu verzeichnen.

Originalartikel
Im September: Bundes-Mietendeckel wählen!
DER FREITAGPepe Egger
15.04.2021 · 3 Minuten · deutsch
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