Perspektive
zur Debatte vom 06. Februar 2026
Sollte es bei Schulabschlüssen eine Hymnenpflicht geben? Pro
Ein unverkrampfterer Umgang mit der Hymne wäre sinnvoll
Die Perspektive in 30 Sekunden
Für Thorsten Stark mag die Idee einer Hymnenpflicht zwar auf den ersten Blick überzogen und angesichts anderer Probleme unnötig wirken. Der Autor der regionalen Wochenzeitung BAYERISCHE STAATSZEITUNG findet aber dennoch, dass die Debatte darüber weniger verkrampft geführt werden sollte.
Gerade im Sport sei es völlig selbstverständlich, dass Deutsche Flagge zeigen und die Nationalhymne stolz mitsingen – ein positives, gemeinschaftsstiftendes Ritual, das kaum infrage gestellt werde. Außerhalb solcher Räume hingegen werde der Umgang mit nationalen Symbolen in Deutschland schnell misstrauisch beäugt, was historisch erklärbar, aber nicht zwingend sinnvoll sei.
Der Autor argumentiert, dass Hymne und Flagge kein Ausdruck eines aggressiven Nationalismus seien. Eine Hymnenpraxis an Schulen könne helfen, einen unverkrampften, „bayerisch-deutsch-europäischen Verfassungspatriotismus“ zu entwickeln – auch wenn sie anfangs belächelt werde. Sein Fazit: Statt endlos zu problematisieren, sollte man es einfach ausprobieren.
Anmerkung der Redaktion
Thorsten Stark ist Redakteur und schreibt seit 2022 für die BAYERISCHE STAATSZEITUNG. Zuvor war er lange beim DONAUKURIER tätig. Dort hat er als Redakteur 2010 begonnen, war dann ab 2015 stellvertretender Redaktionsleiter und seit 2020 schließlich Redaktionsleiter. Stark hat an der katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt studiert.
Die BAYERISCHE STAATSZEITUNG ist eine regionale Wochenzeitung des Verlags Bayerische Staatszeitung GmbH. Ihr liegt der BAYERISCHE STAATSANZEIGER bei. Die Zeitung wurde 1912 gegründet und hat im Jahr 2024 rund 14.000 Exemplare verkauft. Die BAYERISCHE STAATSZEITUNG berichtet über Politik, Wirtschaft, Kommunales und Kultur aus und in Bayern. Zielgruppe sind Entscheidungsträger auf allen Ebenen der Politik, der öffentlichen Verwaltung, der Bildungsträger sowie der Wirtschaft. Die Zeitung hat sich von einem Sprachrohr der bayerischen Regierung über die Geschichte hinweg zu einem liberal-kritischen Blatt entwickelt, das mittlerweile vom Süddeutschen Verlag (SÜDDEUTSCHE ZEITUNG) und Münchner Zeitungsverlag (MÜNCHNER MERKUR) herausgegeben wird.
Originalartikel
Verkrampfte Debatte um Nationalhymne: Einfach mal machen
BAYERISCHE STAATSZEITUNG
Thorsten Stark 25.01.2026 ·
2 Minuten ·
Deutsch
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