Perspektive

zur Debatte vom 20. Juni 2025
Müssen wir Social Media für Jugendliche verbieten, um sie zu schützen?
Pro

Ein Verbot bietet Orientierung – vor allem für Eltern

Die Perspektive in 30 Sekunden

In den Augen von muss jedem vernunftbegabten Menschen klar sein, dass soziale Medien eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zumindest gefährden können. „Und dass eine Altersbeschränkung deshalb unumgänglich ist“, so die Politikredakteurin bei der überregionalen Tageszeitung SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (SZ).

Das Argument, dass man ein Verbot sowieso umgehen kann, lässt sie nicht gelten. Denn natürlich werde es zwar Jugendliche geben, die sich trotz Altersgrenze ein Konto verschaffen. „Aber ein Verbot trifft auch eine Aussage über das, was eine Gesellschaft für akzeptabel und wünschenswert erachtet“, so Janker.

Das hilft auch den Eltern, glaubt Janker. Denn viele Eltern wissen ihr zufolge nicht genau, was ihre Kinder im Internet machen. Die SZ-Redakteurin glaubt auch, dass ein Verbot es Eltern leichter machen würde, ihren Kindern zu sagen, was erlaubt ist und was nicht. „So wie niemand mehr betrunkene Zwölfjährige einfach hinnimmt, wäre es dann hoffentlich bald auch mit handysüchtigen Zehnjährigen“, pocht Janker auf Veränderungen.

Anmerkung der Redaktion

ist Journalistin und Literaturwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Redakteurin im Ressort Politik bei der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Zuvor berichtete sie für die Zeitung als Korrespondentin aus Spanien und Portugal und war im Meinungsressort tätig. In Eichstätt, Madrid und München studierte sie Journalistik, Politikwissenschaft, Philosophie, Kunstgeschichte, Germanistik und Romanistik. Ihren Doktortitel erwarb sie zu literaturwissenschaftlichen Betrachtung des frühen Kinos als Visiting Fellow an der New York University.

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (SZ) ist eine überregionale Tageszeitung aus München und gilt als eines der deutschen Leitmedien. Sie erscheint seit 1945 als Nachfolgerin der MÜNCHNER NEUESTEN NACHRICHTEN und ist besonders durch ihre „Seite Drei-Reportagen“ und die kritische Glosse „Streiflicht“ bekannt. Chefredakteurin ist . Mit einer verkauften Auflage von zuletzt rund 449.000 Exemplaren (IVW Q4/2025) hat sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht an Lesenden gewonnen. Nach der BILD ist sie in Deutschland die am zweitmeisten verkaufte Tageszeitung. Die Website der SZ wurde im März 2026 31,6 Millionen Mal aufgerufen. Die Blattlinie der Zeitung gilt als linksliberal. Zusammen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern WDR und NDR hat die SZ einen investigativen Rechercheverband, der zahlreiche Recherchen veröffentlichte – unter anderem zu Steuerschlupflöchern oder über die Ibiza-Affäre um den damaligen FPÖ-Vorsitzenden Heinz-Christian Strache. Seit 2025 hat die SZ eine Partnerschaft mit dem US-Magazin THE ATLANTIC, bei der wöchentlich fünf Texte des Magazins im Original veröffentlicht werden. Für die Aufklärung über die sogenannten „Panama Papers“ erhielten SZ-Journalist:innen 2017 als einziges deutsches Medium einen Pulitzer-Preis für investigative Recherche. Anfang 2024 wurde berichtet, die Chefredaktion habe zur Aufdeckung möglicher Informanten Kommunikationsdaten von Redaktionsmitgliedern überprüfen lassen. Dies löste Kritik aus, unter anderem von Reporter ohne Grenzen, die einen Verstoß gegen den Quellenschutz bemängelten. Die SZ wird seit 1947 von der Süddeutschen Verlags GmbH produziert. Eine Mehrheit am Süddeutschen Verlag (81,3 Prozent) hält die Südwestdeutsche Medien Holding GmbH (SWMH). Weitere 18,8 Prozent entfallen auf die SV Friedmann Holding GmbH, die die Interessen der Münchner Verlegerfamilie Friedmann vertritt.

Originalartikel
Kein Bier, kein Tiktok, ganz einfach
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (SZ)Karin Janker
16.06.2025 · 1 Minute · Deutsch
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