Perspektive

zur Debatte vom 09. September 2025
Sollte die Erbschaftsteuer ausgeweitet werden?
Pro

Die Erbschaftsteuer braucht eine Reform – denn Leistung muss mehr wert sein

Die Perspektive in 30 Sekunden

Beim öffentlich-rechtlichen DEUTSCHLANDFUNK spricht sich die Autorin für eine Ausweitung der Erbschaftsteuer aus. Denn durch die aktuelle Regelung profitieren ihr zufolge nur diejenigen, die Glück beim Erbe haben – und das sei ungerecht gegenüber denjenigen, die hart für ihr Geld arbeiten.

Wer das Elternhaus erbt, profitiere von den Freibeträgen in Höhe von bis zu 500.000 Euro, merkt Pfister an. „Dadurch ist gesichert, dass Familien Vermögen über Generationen hinweg aufbauen können.“ Währenddessen könne sich die arbeitende Mitte der Gesellschaft, die hohe Lohnnebenkosten trage, oft kein Haus oder eine Wohnung kaufen – das betreffe vor allem Ostdeutsche. Die Lebenssituation der Menschen werde so nicht mehr durch die eigene Leistung, sondern das Erbe bestimmt, kritisiert Pfister. So seien zwei Drittel des Vermögens in Deutschland nicht mehr selbst erarbeitet.

Deshalb muss man die Erbschaftsteuer reformieren und ausweiten, findet die Autorin. Dadurch würde mehr Geld in die Staatskasse fließen und die Vermögensverteilung in Deutschland gerechter werden. So könne aus der Erbschaftsgesellschaft wieder mehr eine Leistungsgesellschaft werden.

Anmerkung der Redaktion

ist freiberufliche Autorin und Moderatorin. Sie hat unter anderem für den WDR und die DEUTSCHE WELLE gearbeitet. Bei DEUTSCHLANDFUNK hat sie den Bildungspodcast CAMPUS & KARRIERE moderiert. Seit 2020 ist sie Wirtschaftsredakteurin beim DEUTSCHLANDFUNK. Außerdem ist Pfister seit 2019 Saarlandbotschafterin. Sie hat Geschichte und französische Literatur in Freiburg studiert sowie eine Ausbildung zur Journalistin absolviert.

Der DEUTSCHLANDFUNK (DLF) ist 1962 als Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gegründet worden und hat seinen Sitz in Köln. Chefredakteurin ist seit 2026 Susanne Schwarzbach. Der DEUTSCHLANDFUNK ist neben DEUTSCHLANDFUNK NOVA und DEUTSCHLANDFUNK KULTUR eines der drei bundesweiten Hörfunkprogramme des DEUTSCHLANDRADIOS, das zusammen mit ARD und ZDF den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bildet, sich also zum Großteil über Rundfunkgebühren finanziert. Das Programm hat einen Wortanteil von 80 Prozent und beschäftigt sich besonders tagsüber mit tagesaktuellen Geschehnissen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. In den Abendstunden liegt der programmatische Schwerpunkt auf Kulturthemen wie Musik, Hörspielen, Lesungen und entsprechenden Berichten. Der DEUTSCHLANDFUNK sendet klassisch linear, jedoch betreibt er auch eine umfangreiche Audiothek und diverse Podcasts, wo Inhalte auch nicht-linear konsumiert werden können. Mit diesem On-Demand-Angebot hat man sich mittlerweile ein Stammpublikum aufgebaut und erreichte 2024 durchschnittlich vier Millionen Besuche pro Monat. Das Radioprogramm des DEUTSCHLANDFUNKS erreichte nach Befragungsdaten der MA 2025 Audio II einen Rekordwert von 2,64 Millionen Hörer:innen zwischen Montag und Freitag. Damit ist es das meistgehörte Informationsprogramm und liegt auf Platz 6 aller Radioprogramme. Die DEUTSCHLANDFUNK-Website wurde im März 2026 ca. 12,4 Millionen Mal besucht (Quelle: Similarweb).

Originalartikel
Reform der Erbschaftssteuer ist notwendig – für mehr Gerechtigkeit
DEUTSCHLANDFUNKSandra Pfister
06.09.2025 · 5 Minuten · Deutsch
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