Perspektive

zur Debatte vom 20. Juni 2025
Müssen wir Social Media für Jugendliche verbieten, um sie zu schützen?
Contra

Es braucht mehr gute Alternativen für Social Media – und kein Verbot

Die Perspektive in 30 Sekunden

ist nicht davon überzeugt, soziale Medien für Kinder und Jugendliche zu verbieten. In den Augen des Politikredakteurs bei der überregionalen FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG (FAZ) ist das der falsche Weg und hilft nicht weiter.

Denn ein Verbot würde das eigentliche Problem nicht lösen, glaubt Jansen. Kinder und Jugendliche sind ihm zufolge nämlich nicht nur deshalb so viel in sozialen Medien, weil sie so toll sind. Oft gibt es für sie einfach zu wenig andere Möglichkeiten, um sich zu beschäftigen. Als Beispiele zählt Jansen mangelnde Sportangebote und Jugendzentren auf. Auch der Kontakt mit Erwachsenen neben den eigenen Eltern, mit denen sie ins Gespräch kommen und daraus Lehren ziehen können, sei dadurch eingeschränkt.

Jansen zweifelt zudem daran, ob sich so ein Verbot überhaupt durchsetzen lässt. Daher erscheint es ihm sinnvoller, Kinder und Jugendliche frühzeitig im Umgang mit sozialen Medien zu schulen – und nicht erst in einem Alter zu erlauben, in dem sie teilweise schon wählen dürfen.

Anmerkung der Redaktion

ist Redakteur bei der FAZ und schreibt dort im Ressort Politik. In Bonn studierte er Geschichte, Politik und katholische Theologie. Seine journalistische Laufbahn begann er als Lokalreporter für die BONNER RUNDSCHAU, bevor er von 2007 bis 2009 ein Volontariat bei der FAZ absolvierte. Bis 2017 arbeitete er in Italien als Rom-Korrespondent der KATHOLISCHEN NACHRICHTEN-AGENTUR und im Anschluss als Chef vom Dienst des konservativen Internetportals KATHOLISCH.DE.

Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG (FAZ) ist eine deutsche überregionale Tageszeitung mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist 1949 gegründet worden und wird zu den deutschen Leitmedien gezählt. Die FAZ hat keine Chefredaktion, sondern wird seit ihrer Gründung von einem Herausgebergremium geleitet, bestehend aus , , und . Laut Eigenangabe steht die FAZ „für den Erhalt und die Stärkung der demokratischen Ordnung und der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland“. Die Zeitung gilt als liberalkonservatives Blatt. THE EUROPEAN schreibt über die „drei Gesichter“ der FAZ: Sie habe einen eher konservativen, staatstragenden Politikteil, ein linksliberales Feuilleton und einen liberalen Wirtschaftsteil. Der DEUTSCHLANDFUNK schreibt 2019 über die FAZ: „Seit ihrer Gründung steht die Zeitung für Qualitätsjournalismus, der vor allem von Alpha-Männern verantwortet wird.“ Die verkaufte Auflage der Zeitung lag im vierten Quartal 2025 bei rund 332.000 Exemplaren (IVW) und hat im Vergleich zum vorigen Quartal leicht abgenommen. Die Printauflage der Zeitung ist allerdings seit Jahren rückläufig. Laut Similarweb hatte der Webauftritt der FAZ im März 2026 rund 38,5 Millionen Besuche zu verzeichnen. Die FAZ wird von der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH herausgegeben, die neben der täglich erscheinenden FAZ auch die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) und das Online-Nachrichtenportal FAZ verantwortet. Das Unternehmen ist zu 93,7 Prozent im Besitz der gemeinnützigen FAZIT-Stiftung, die von den Verlegern und Herausgebern der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gegründet wurde. Der verbleibende Anteil wird von den vier Herausgebern gehalten. Diese einzigartige Eigentümerstruktur soll die redaktionelle Unabhängigkeit der Zeitung wahren.

Originalartikel
Ein Social-Media-Verbot hilft nicht weiter
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG (FAZ)Thomas Jansen
19.06.2025 · 1 Minute · Deutsch
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