Perspektive

zur Debatte vom 22. Mai 2026
Sollte Deutschland seine Klimaziele entschiedener vorantreiben?
Contra

Es ist keine Katastrophe, wenn man die Klimaziele verfehlt

Die Perspektive in 30 Sekunden

Ein Expertenrat hat gerade festgestellt, dass Deutschland seine Klimaziele wohl nicht erreicht. Für ist das keine Katastrophe. Die Gründe dafür erläutert der verantwortliche Redakteur für Innenpolitik bei der überregionalen, bürgerlich-konservativen FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG (FAZ).

So wirft der Autor die Frage auf, ob es wirklich so schlimm wäre, wenn Deutschland seine Klimaziele drei oder sogar noch mehr Jahre später erreicht. „In Europa, auf der würde sich nichts ändern, am wenigsten am Klimawandel“, zeigt sich Jasper von Altenbockum überzeugt.

Wichtiger wäre es in seinen Augen, dass andere Ziele endlich erreicht werden. So erinnert der Autor daran, dass es auch Expertenräte für eine Gesundheits- oder Rentenreform gibt. „Wenn deren Empfehlungen nicht beherzigt werden, interessiert das nur leider niemanden“, bedauert er.

Anmerkung der Redaktion

(*1962) ist Journalist und seit 1989 Redakteur bei der FAZ, wo er heute das Ressort Innenpolitik leitet. Er hat Geschichte und Germanistik in Tübingen, Berlin und Münster studiert und an der Washington University im US-amerikanischen St. Louis seinen Master in Politik, Geschichte und Vergleichender Literaturwissenschaft gemacht. Nachdem er in Münster promoviert hat, war er als Korrespondent für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern für die FAZ tätig und hat zudem über Skandinavien und die baltischen Länder berichtet. Von Altenbockum wird häufig aufgrund seiner konservativen Kommentare kritisiert. In der Vergangenheit wurde er beispielsweise vom TAGESSPIEGEL und der LGTBQ-Plattform QUEER als homophob bezeichnet. Für den SPIEGEL-Journalisten sei von Altenbockum „der wahrscheinlich konservativste Kommentator der konservativen FAZ“. Gleichzeitig hat er aber für die Flüchtlingsaufnahme plädiert, als die Zustände des griechischen Lagers Moria bekannt wurden.

Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG (FAZ) ist eine deutsche überregionale Tageszeitung mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist 1949 gegründet worden und wird zu den deutschen Leitmedien gezählt. Die FAZ hat keine Chefredaktion, sondern wird seit ihrer Gründung von einem Herausgebergremium geleitet, bestehend aus , , und . Laut Eigenangabe steht die FAZ „für den Erhalt und die Stärkung der demokratischen Ordnung und der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland“. Die Zeitung gilt als liberalkonservatives Blatt. THE EUROPEAN schreibt über die „drei Gesichter“ der FAZ: Sie habe einen eher konservativen, staatstragenden Politikteil, ein linksliberales Feuilleton und einen liberalen Wirtschaftsteil. Der DEUTSCHLANDFUNK schreibt 2019 über die FAZ: „Seit ihrer Gründung steht die Zeitung für Qualitätsjournalismus, der vor allem von Alpha-Männern verantwortet wird.“ Die verkaufte Auflage der Zeitung lag im vierten Quartal 2025 bei rund 332.000 Exemplaren (IVW) und hat im Vergleich zum vorigen Quartal leicht abgenommen. Die Printauflage der Zeitung ist allerdings seit Jahren rückläufig. Laut Similarweb hatte der Webauftritt der FAZ im März 2026 rund 38,5 Millionen Besuche zu verzeichnen. Die FAZ wird von der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH herausgegeben, die neben der täglich erscheinenden FAZ auch die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) und das Online-Nachrichtenportal FAZ verantwortet. Das Unternehmen ist zu 93,7 Prozent im Besitz der gemeinnützigen FAZIT-Stiftung, die von den Verlegern und Herausgebern der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gegründet wurde. Der verbleibende Anteil wird von den vier Herausgebern gehalten. Diese einzigartige Eigentümerstruktur soll die redaktionelle Unabhängigkeit der Zeitung wahren.

Originalartikel
Klimaziele verfehlt – na und?
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG (FAZ)Jasper von Altenbockum
18.05.2026 · 1 Minute · Deutsch
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