Perspektive
zur Debatte vom 01. September 2021🗳 Brauchen wir einen höheren CO2-Preis?
„Für einen sozialökologischen Systemwechsel“
Die Perspektive in 30 Sekunden
Wenn Sie der Meinung sind, dass sich höhere CO2-Preise viele bald nicht mehr leisten können, ein radikalerer Klimaschutz aber unabdingbar ist, vertritt die Linke ihre Position am besten. Denn die kämpft laut aktuellem Wahlprogramm dagegen an, dass „der Geldbeutel entscheidet, ob man sich einen ökologischen Lebensstil leisten kann“. Die Linke gibt sich zwar in Sachen Klimaschutz ambitionierter als die meisten anderen Parteien – Deutschland solle bereits 2035 klimaneutral sein. Allerdings will die
Als Alternative zu höheren CO2-Preisen in Deutschland schlägt die Linke etwa einen „europäischen CO2-Grenzausgleichsmechanismus“ vor. Damit soll der „Import CO2-intensiver Produkte“ extra besteuert werden. Die Extra-Steuer soll dann verhindern, dass sich klimaschädliche Produktionen einfach in Drittstaaten verlagern, in denen es einen niedrigeren oder gar keinen CO2-Preis gibt. Dass der hohe CO2-Preis in Deutschland zur Abwanderung von Unternehmen ins Ausland – und damit zum Verlust von Arbeitsplätzen – führen könne, erkennt die Linke also wie auch die FDP in ihrem Wahlprogramm als Problem an. Die Linke schlägt mit dem beschriebenen Grenzausgleichsmechanismus aber einen anderen Lösungsansatz vor als die Liberalen.