Perspektive

zum Tagesthema vom 03. Mai 2024
FDP beharrt auf Sparkurs und sieht Schuldenbremse als rote Linie

Die Schuldenbremse hat sich bewährt – sie verhindert unnötige Ausgaben

Die Perspektive in 30 Sekunden

Für ist die Schuldenbremse allen voran ein Instrument, um die Politik zu disziplinieren. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verhindert die Schuldenbremse keine nötigen Ausgaben, wohl aber unnötige“, argumentiert der Wirtschaftsredakteur in der WELT.

Der Tenor der Kritik an der Schuldenbremse ist laut Seibel dabei immer der gleiche. Demnach sei nie die richtige Zeit, um zu sparen. Dabei werde auf die vielen Krisen und Kriege in der verwiesen oder betont, dass die soziale Sicherheit ohne mehr Geld für alle auf dem Spiel stehe.

Der WELT-Redakteur kann zwar nachvollziehen, dass die vielen Interessengruppen im Land für ihren Bereich gar nicht genug staatliche Unterstützung bekommen können. Und auch die Ministerien kämpfen für ihre Projekte und Ideen. Letztlich ist die Schuldenbremse laut Seibel aber vor allem für die Millionen Menschen da, die all das mit ihren Steuern finanzieren müssen.

Anmerkung der Redaktion

ist Journalist. Aktuell arbeitet er als Wirtschafts- und Finanzredakteur für DIE WELT. Davor hat er bereits als Redakteur für die WIRTSCHAFTSWOCHE (WIWO) sowie für DIE TELEBÖRSE gearbeitet. Seibel hat Volkswirtschaft an der Universität zu Köln studiert und danach die Kölner Journalistenschule für Wirtschaft und Politik absolviert.

DIE WELT ist eine überregionale Tageszeitung mit Sitz in Berlin. Sie wurde 1946 gegründet und erschien im vierten Quartal 2025 in einer verkauften Auflage von rund 90.000 Exemplaren. Die Auflagenzahl ist damit im Vergleich zu 2024 stark eingebrochen. Gleichzeitig gehörte die Website der WELT im März 2026 mit rund 90,5 Millionen Besuchen zu den meistbesuchten Nachrichten-Websites in Deutschland. Die politische Ausrichtung der WELT gilt als bürgerlich-konservativ. In ökonomischen Fragen positioniert sich die Zeitung meist wirtschaftsliberal. Das Goethe-Institut urteilt, DIE WELT ziele in ihrer Printausgabe auf „mittelständische Unternehmer und Selbstständige, die konservative Werte schätzen“. WELT-Autor:innen bekennen sich zu den Leitlinien des Axel-Springer-Verlages, die unter anderem ein Eintreten für „die freie und soziale Marktwirtschaft“ sowie Solidarität mit den USA und Israel fordern. DIE WELT hat bereits mehrfach Rügen vom Deutschen Presserat erhalten, weil in einigen Artikeln journalistische Grundsätze verletzt wurden. Immer wieder wird außerdem Kritik laut, dass die WELT mit ihrer Berichterstattung verschwörungstheoretische oder rechtsextremistische Narrative bedient – so etwa mit klimaskeptischer Positionierung. Zwei Monate vor der Bundestagswahl 2025 veröffentlichte die WELT AM SONNTAG einen Gastartikel des US-Techmilliardärs Elon Musk, in dem dieser für die AfD warb. Das sorgte für heftige Proteste, auch innerhalb der Zeitung, bei denen es auch zu Protestkündigungen kam. Zur -Gruppe gehören außerdem der Fernsehsender WELT (früher N24) und die WELT AM SONNTAG. Sie gehören seit 2026 zur PREMIUM-GRUPPE, der auch POLITICO und BUSINESS INSIDER angehören. Ihr Chefredakteur ist , der Herausgeber . Die PREMIUM-GRUPPE gehört dem Axel-Springer-Konzern, zu dem auch Titel wie die BILD-Zeitung und die regionale B.Z. gehören.

Originalartikel
Gerade jetzt bewährt sich die Schuldenbremse
DIE WELTKarsten Seibel
03.05.2024 · 1 Minute · Deutsch
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