Perspektive
zur Debatte vom 01. September 2021
🗳 Sollte der europäische Emissionshandel ausgeweitet werden? ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN
Hohe CO2 Preise sind ein Fortschritt für den Klimaschutz
Die Perspektive in 30 Sekunden
In einem Kommentar für das Magazin KLIMAREPORTER erklärt Chefredakteur Joachim Wille, warum er es sinnvoll findet, den Emissionshandel zu stärken. Wille meint: Es führe ohnehin kein Weg daran vorbei, dass der Preis pro Tonne CO2 teurer werde. Der Emissionshandel ist aus seiner Sicht ein sinnvolles Instrument, dieses Ziel zu erreichen.
Zurzeit kostet eine Tonne CO2 rund 50 Euro, betont er. Würde sie noch mehr kosten, beschleunige das den Kohleausstieg, meint der Redakteur. Denn hohe CO2 Preise würden dazu führen, dass erneuerbare Energien nicht mehr teurer als die Kohleenergie sind – für den Klimaschutz ein Fortschritt. Damit der CO2 Preis steigt, müsse aber die Menge der Emissionsrechte auf dem Emissionshandelsmarkt sinken. Das funktioniert nach dem klassischen Marktmechanismus: Ist die Nachfrage höher als das Angebot, steigt der Preis, erläutert Wille. Deshalb sei es richtig, den Emissionshandel auszubauen und die Emissionsrechte zu verknappen
Allerdings betont Wille, dass er es nicht für klug halte, den Emissionshandel auf andere Sektoren auszuweiten. Etwa auf Verkehr und Gebäude, wie beispielsweise die Union es fordere. Denn einen Emissionshandel in einem Sektor ganz neu aufzubauen, dauere mit Blick auf das Tempo des Klimawandels zu lange.
Anmerkung der Redaktion
Joachim Wille ist seit 2016 Co-Chefredakteur des Magazins KLIMAREPORTER. Er schreibt außerdem als Umweltexperte für die FRANKFURTER RUNDSCHAU und den KÖLNER STADT-ANZEIGER. Zuvor arbeitete er als Ressortleiter für Umwelt und Wissenschaft sowie als Politik-Reporter für die FRANKFURTER RUNDSCHAU. Er war Chefredakteur des Debattenmagazins MOVUM, welches bis 2019 erschien. Wille wurde unter anderem mit dem Journalistenpreis der Deutschen Umweltstiftung ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es, Willes Artikel seien sachlich und fachlich fundiert und machten betroffen, ohne Hoffnungslosigkeit aufkommen zu lassen.
KLIMAREPORTER ist das in Berlin ansässige Nachfolgemagazin der Seite KLIMARETTER.INFO. Das Onlinemagazin möchte aktuellen und unabhängigen Journalismus über Ursachen und Folgen des Klimawandels liefern. Es ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins Klimawissen, der „unabhängige und kritische Berichterstattung rund um die Themen Klimawandel und Energiewende“ fördern will. Kooperationspartner von KLIMAREPORTER sind unter anderem CORRECTIV, die FRANKFURTER RUNDSCHAU und ND (ehemals NEUES DEUTSCHLAND). Die Finanzierung des Magazins erfolgt durch Werbung, Spenden und Förderbeiträge. Journalistisch betreut wird KLIMAREPORTER vom KJB KlimaJournalistenBüro UG, dessen Geschäftsführer aktuell Jörg Staude ist. Laut der Plattform Similarweb hatte die Seite des Onlinemagazins im Oktober 2025 rund 40.000 Aufrufe.
Originalartikel
Fast bis zum Mond
KLIMAREPORTER
Joachim Wille 14.07.2021 ·
3 Minuten ·
Deutsch
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