Perspektive
zur Debatte vom 01. September 2021🗳 Sollte das Wahlalter auf 16 gesenkt werden?
Junge Menschen sind in der Politik unterrepräsentiert — Zeit das zu ändern
Die Perspektive in 30 Sekunden
Obwohl der politische Entscheidungsprozess die Zukunft von Jugendlichen unmittelbar beeinflusst, ist die junge Generation in der Politik bislang eindeutig unterrepräsentiert, kritisiert der freie Journalist
Um diesen Status Quo zu ändern, sei die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre eine gute Möglichkeit, findet Jalsovec. Aus demographischen Gründen würden die jungen Wähler:innen immer weniger. „Der Anteil der Jungen nimmt im Vergleich zu den Älteren ab“, sagt der Journalist.
Schon 2015 standen deutschlandweit mehr als 21 Millionen Wahlberechtigten, die älter als 60 Jahre waren, nur knapp zehn Millionen mögliche Wähler:innen unter 30 Jahren gegenüber. Dieses Ungleichgewicht führe dazu, dass junge Menschen in den Wahlen deutlich unterrepräsentiert seien. Auf Dauer schade ein solches Missverhältnis der
Ein Wahlrecht ab 16 Jahren könne dieses Ungleichgewicht zumindest ein Stück weit ausgleichen. Und gleichzeitig sorge es dafür, dass sich mehr Jugendliche von der Politik angesprochen fühlten und sich aktiv am demokratischen Prozess beteiligten. Bei jungen Menschen unter 18 Jahren sei häufig viel Energie und politischer Gestaltungswille zu sehen. Dem Parteiensystem könne das nur gut tun.
Anmerkung der Redaktion
Faktencheck: Bei der letzten Bundestagswahl 2017 waren 22,39 Millionen Wähler älter als 60 Jahre, 9,14 Millionen waren jünger als 30 Jahre.
Das
SONNTAGSBLATT
Andreas Jalsovec