Perspektive

zur Debatte vom 26. Juni 2025
Macht Künstliche Intelligenz unsere Bildung kaputt?
Contra

KI-Tools können individuell auf Schüler eingehen – mehr als jeder Mensch

Die Perspektive in 30 Sekunden

„Gut kann sein, von und mit der KI zu lernen, indem man mit ihrer Unterstützung Ideen generiert und mit ihr Argumente austauscht“, bringt Wirtschaftsredakteurin Lisa Becker trotz Warnungen vor der Technik in die Debatte mit ein. Je nach Art und Weise der Verwendung kann die KI Intelligenz sogar fördern, schreibt sie bei der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG.

Sie nennt einige Beispiele von KI-Einsatz beim Lernen, die laut Studien erfolgversprechend sind: Vorgepromtete Tools mit Lehrmaterialien beispielsweise oder KI, die Texte von Schüler:innen korrigiert. „Dabei wirkt sich vorteilhaft aus, dass die Systeme allen Kindern zeitnah und jederzeit Feedback geben können – eine Lehrkraft kann das gar nicht leisten“, so Becker.

Besonders ist sie auf den Einsatz von Intelligenten Tutoriellen Systemen (ITS) gespannt. Diese passen sich an das spezifische Leistungsniveau einzelner Schüler:innen an und fördern diese so, wie es sie am besten voranbringt, erklärt Becker. Ihrer Meinung nach kann das die Qualität des Unterrichts insgesamt steigern: „So werden alle Schüler auf ein höheres Niveau gehoben und können in der Klasse – unter Leitung der Lehrer, die wichtig bleiben – zum Beispielen kompetenter an Diskursen teilnehmen.“

Anmerkung der Redaktion

Lisa Becker ist Journalistin und seit 1997 in der Wirtschaftsredaktion der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG (FAZ) tätig. Davor arbeitete sie drei Jahre beim Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung und hat dort zu kulturökonomischen Themen geforscht. Ihre journalistische Karriere begann sie während ihres VWL-Studiums an der Universität des Saarlands bei der SAARBRÜCKER ZEITUNG.

Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG (FAZ) ist eine deutsche überregionale Tageszeitung mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist 1949 gegründet worden und wird zu den deutschen Leitmedien gezählt. Die FAZ hat keine Chefredaktion, sondern wird seit ihrer Gründung von einem Herausgebergremium geleitet, bestehend aus , , und . Laut Eigenangabe steht die FAZ „für den Erhalt und die Stärkung der demokratischen Ordnung und der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland“. Die Zeitung gilt als liberalkonservatives Blatt. THE EUROPEAN schreibt über die „drei Gesichter“ der FAZ: Sie habe einen eher konservativen, staatstragenden Politikteil, ein linksliberales Feuilleton und einen liberalen Wirtschaftsteil. Der DEUTSCHLANDFUNK schreibt 2019 über die FAZ: „Seit ihrer Gründung steht die Zeitung für Qualitätsjournalismus, der vor allem von Alpha-Männern verantwortet wird.“ Die verkaufte Auflage der Zeitung lag im vierten Quartal 2025 bei rund 332.000 Exemplaren (IVW) und hat im Vergleich zum vorigen Quartal leicht abgenommen. Die Printauflage der Zeitung ist allerdings seit Jahren rückläufig. Laut Similarweb hatte der Webauftritt der FAZ im März 2026 rund 38,5 Millionen Besuche zu verzeichnen. Die FAZ wird von der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH herausgegeben, die neben der täglich erscheinenden FAZ auch die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) und das Online-Nachrichtenportal FAZ verantwortet. Das Unternehmen ist zu 93,7 Prozent im Besitz der gemeinnützigen FAZIT-Stiftung, die von den Verlegern und Herausgebern der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gegründet wurde. Der verbleibende Anteil wird von den vier Herausgebern gehalten. Diese einzigartige Eigentümerstruktur soll die redaktionelle Unabhängigkeit der Zeitung wahren.

Originalartikel
KI macht Schüler dümmer – oder klüger
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG (FAZ)Lisa Becker (FAZ)
01.05.2025 · 3 Minuten · Deutsch
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