Perspektive
zur Debatte vom 22. Mai 2026
Sollte Deutschland seine Klimaziele entschiedener vorantreiben? Pro
Langfristig wird es uns viel mehr kosten, wenn wir bei den Klimazielen nicht ernst machen
Die Perspektive in 30 Sekunden
In den Augen von Nakissa Salavati sollte Deutschland die Klimaziele in jedem Fall ernster nehmen. Die Wirtschaftsredakteurin bei der überregionalen, linksliberalen Tageszeitung SÜDDEUTSCHE ZEITUNG argumentiert dabei vor allem mit den langfristigen Kosten.
Viele Menschen haben laut Salavati gerade zwar mit anderen Sorgen zu kämpfen. Aber für sie bleibt es dennoch wichtig, dass klimaschädliche Emissionen verringert werden. Deshalb sei es an der Zeit, sich von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl oder Gas unabhängig zu machen.
Dabei geht es laut Salavati auch um die Frage, wie hoch die Kosten des täglichen Lebens künftig sind, wie Unternehmen wirtschaften und planen können und auch, ob man als Autofahrer:in von Spritpreisen als Folge wahnsinniger Kriege abhängig ist. Salavati mahnt: „Versagt die Regierung beim Klimaschutz, trifft das am Ende alle.“
Anmerkung der Redaktion
Nakissa Salavati ist Journalistin und schreibt für das Wirtschaftsressort bei der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Dort hat sie 2012 mit einem Praktikum begonnen, nachdem sie zuvor bereits Praktika bei der BADISCHEN ZEITUNG und den WESTFÄLISCHEN NACHRICHTEN absolviert hat. Salavati hat Politik und Jura in Münster studiert.
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (SZ) ist eine überregionale Tageszeitung aus München und gilt als eines der deutschen Leitmedien. Sie erscheint seit 1945 als Nachfolgerin der MÜNCHNER NEUESTEN NACHRICHTEN und ist besonders durch ihre „Seite Drei-Reportagen“ und die kritische Glosse „Streiflicht“ bekannt. Chefredakteurin ist Judith Wittwer. Mit einer verkauften Auflage von zuletzt rund 449.000 Exemplaren (IVW Q4/2025) hat sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht an Lesenden gewonnen. Nach der BILD ist sie in Deutschland die am zweitmeisten verkaufte Tageszeitung. Die Website der SZ wurde im März 2026 31,6 Millionen Mal aufgerufen. Die Blattlinie der Zeitung gilt als linksliberal. Zusammen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern WDR und NDR hat die SZ einen investigativen Rechercheverband, der zahlreiche Recherchen veröffentlichte – unter anderem zu Steuerschlupflöchern oder über die Ibiza-Affäre um den damaligen FPÖ-Vorsitzenden Heinz-Christian Strache. Seit 2025 hat die SZ eine Partnerschaft mit dem US-Magazin THE ATLANTIC, bei der wöchentlich fünf Texte des Magazins im Original veröffentlicht werden. Für die Aufklärung über die sogenannten „Panama Papers“ erhielten SZ-Journalist:innen 2017 als einziges deutsches Medium einen Pulitzer-Preis für investigative Recherche. Anfang 2024 wurde berichtet, die Chefredaktion habe zur Aufdeckung möglicher Informanten Kommunikationsdaten von Redaktionsmitgliedern überprüfen lassen. Dies löste Kritik aus, unter anderem von Reporter ohne Grenzen, die einen Verstoß gegen den Quellenschutz bemängelten. Die SZ wird seit 1947 von der Süddeutschen Verlags GmbH produziert. Eine Mehrheit am Süddeutschen Verlag (81,3 Prozent) hält die Südwestdeutsche Medien Holding GmbH (SWMH). Weitere 18,8 Prozent entfallen auf die SV Friedmann Holding GmbH, die die Interessen der Münchner Verlegerfamilie Friedmann vertritt.
Originalartikel
So verheizt die Bundesregierung die Zukunft
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (SZ)
Nakissa Salavati 19.05.2026 ·
3 Minuten ·
Deutsch
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