Perspektive
zum Tagesthema vom 21. September 2021
Ende der COVID-19-Maßnahmen: Viel Gegenwind für „Freedom Day“-Forderung in Deutschland Verteidigung
Man darf die Diskussion nicht einfach vom Tisch wischen
Die Perspektive in 30 Sekunden
Für DEUTSCHLANDFUNK-Redakteurin Kathrin Kühn hat sich die Forderung von Kassenärzte-Chef Andreas Gassen nach einem „Freedom Day“ in einer destruktiven Diskussion niedergeschlagen. Sie findet jedoch, dass man das Thema nicht einfach vom Tisch wischen sollte.
Denn es gehe um berechtigte Fragen in einer Demokratie, die immer wieder gestellt werden dürfen und müssen: Wie lange schränkt die Politik sonst übliche Freiheiten in diesem Land noch ein? Wie groß ist die Gefahr, die noch vom Virus ausgeht – und wie groß ist die Last durch die noch bestehenden Regeln auf der anderen Seite?
Kühn hält es jetzt an der Zeit darüber zu debattieren, wann Politik und Gesellschaft den Krisenmodus verlassen wollen. Ob Ende Oktober ein guter Zeitpunkt dafür sei, wie von Kassenärzte-Chef Andreas Gassen gefordert, hält sie für fraglich. „Dass es ihn aber geben muss, und zwar nicht irgendwann, das steht ohne Zweifel fest“, so die DEUTSCHLANDFUNK-Redakteurin. „Wegducken hilft da nicht.“
Anmerkung der Redaktion
Kathrin Kühn ist Redakteurin beim DEUTSCHLANDFUNK. Sie hat Journalistik und Volkswirtschaftslehre mit Auslandszeit in Katowice / Polen studiert. Anschließend hat sie ihr Volontariat im nordrhein-westfälischen Lokalfunk absolviert. Ihre Promotion ist in Kulturwissenschaften erfolgt. Kühn hat als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Dortmunder Erich-Brost-Institut und parallel freiberuflich als Nachrichtenmoderatorin beim WDR gearbeitet. Seit 2021 arbeitet sie beim DEUTSCHLANDFUNK.
Der DEUTSCHLANDFUNK (DLF) ist 1962 als Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gegründet worden und hat seinen Sitz in Köln. Chefredakteurin ist seit 2026 Susanne Schwarzbach. Der DEUTSCHLANDFUNK ist neben DEUTSCHLANDFUNK NOVA und DEUTSCHLANDFUNK KULTUR eines der drei bundesweiten Hörfunkprogramme des DEUTSCHLANDRADIOS, das zusammen mit ARD und ZDF den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bildet, sich also zum Großteil über Rundfunkgebühren finanziert. Das Programm hat einen Wortanteil von 80 Prozent und beschäftigt sich besonders tagsüber mit tagesaktuellen Geschehnissen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. In den Abendstunden liegt der programmatische Schwerpunkt auf Kulturthemen wie Musik, Hörspielen, Lesungen und entsprechenden Berichten. Der DEUTSCHLANDFUNK sendet klassisch linear, jedoch betreibt er auch eine umfangreiche Audiothek und diverse Podcasts, wo Inhalte auch nicht-linear konsumiert werden können. Mit diesem On-Demand-Angebot hat man sich mittlerweile ein Stammpublikum aufgebaut und erreichte 2024 durchschnittlich vier Millionen Besuche pro Monat. Das Radioprogramm des DEUTSCHLANDFUNKS erreichte nach Befragungsdaten der MA 2025 Audio II einen Rekordwert von 2,64 Millionen Hörer:innen zwischen Montag und Freitag. Damit ist es das meistgehörte Informationsprogramm und liegt auf Platz 6 aller Radioprogramme. Die DEUTSCHLANDFUNK-Website wurde im März 2026 ca. 12,4 Millionen Mal besucht (Quelle: Similarweb).
Originalartikel
Die Diskussion nicht einfach vom Tisch wischen
DEUTSCHLANDFUNK
Kathrin Kühn 20.09.2021 ·
2 Minuten ·
Deutsch
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