Perspektive
zur Debatte vom 15. Januar 2026
Sollten Gymnasien Klassiker wie Goethe und Schiller häufiger in einfacher Sprache behandeln? Pro
Man kann Literatur auf viele Weisen erschließen
Die Perspektive in 30 Sekunden
Daniel Benedict hält es für richtig, wenn Literaturklassiker auch in einfacher Sprache genutzt werden – selbst in Gymnasien. „Warum auch nicht?“, fragt der Autor bei der regionalen Tageszeitung NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG (NOZ).
„Wer Bücher liest, kann nicht viel falsch machen“, zeigt sich Benedict überzeugt. Er findet auch nicht, dass die Klassiker durch Bearbeitungen einen Schaden nehmen. „Sie werden nur haltbarer, wenn immer neue Leser sie sich zu eigen machen“, argumentiert er.
Auch in Theatern werde ein Stück wie Goethes „Faust“ wohl nur selten ungekürzt gezeigt, so Benedict. Gerade aber dort zeigt sich ihm zufolge auch, wie man Literatur mit Leben füllt. Das kann einerseits durch die wortgetreue Auseinandersetzung mit dem Original geschehen. „Über viele andere Weisen aber auch.“
Anmerkung der Redaktion
Daniel Benedict ist Journalist. Er ist Reporter bei der NEUEN OSNABRÜCKER ZEITUNG (NOZ) im Ressort Politik und Gesellschaft. Neben Berichten und Meldungen zu gesellschaftlichen Themen, berichtet Benedict über deutsche Politik. Außerdem führt er Interviews und erstellt Reportagen zum Thema Film und Fernsehen.
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG (NOZ) ist eine regionale Tageszeitung in der Region um Osnabrück und dem Emsland, die 1967 entstand. Chefredakteure sind Burkhard Ewert und Louisa Riepe. Gemeinsam mit ihren zahlreichen Regionalausgaben gehört sie zu den größten Regionalzeitungen Deutschlands und erscheint in der Summe in einer verkauften Auflage von rund 149.000 Exemplaren (IVW Stand Q1/2026). Die Website der NOZ verzeichnete im April 2026 rund 10,1 Millionen Aufrufe (Quelle: Similarweb). Im September 2023 wurde die NOZ für einen Beitrag des Chefredakteurs Burkhard Ewert mit dem Titel „Krieg in der Ukraine: Zum Glück gibt es ‚Telegram‘“ vom Deutschen Presserat gerügt. Dabei wurde ihm eine ungeprüfte Übernahme von Telegram-Meldungen bzgl. des Ukrainekriegs vorgeworfen. 2024 wurde die NOZ von der TAZ und ÜBERMEDIEN wegen einer von der NOZ und dem Onlinemagazin MULTIPOLAR beauftragten repräsentativen Forsa-Umfrage zur COVID-19-Impfung kritisiert. MULTIPOLAR wird als verschwörungstheoretisches Alternativmedium eingeordnet. Im März 2025 sah die TAZ bei der NOZ „rechte Narrative, immer größere Putin-Nähe und Verschwörungserzählungen“. Die NOZ gehört zu 50 % der Familie Elstermann, die andere Hälfte hält die einflussreiche Mediengruppe NOZ/mh:n MEDIEN, die wiederum zu jeweils 50 % der Familie Elstermann und der Familie Fromm gehört.
Originalartikel
„Faust“ in einfacher Sprache am Gymnasium: Ist das noch Goethe?!
NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG (NOZ)
Daniel Benedict 13.01.2026 ·
2 Minuten ·
Deutsch
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