Perspektive

zur Debatte vom 28. Februar 2025
Braucht es noch einen Ostbeauftragten in der Bundesregierung?
Contra

Man sollte allgemein im deutschen Staatsapparat aufräumen

Die Perspektive in 30 Sekunden

„Das wäre mal ein Anfang!“, kommentiert Politikredakteur den Vorschlag, den Ostbeauftragten der Bundesregierung zu streichen. Für Blome gibt es schon lange einen „Wildwuchs bei den Staatsbeauftragten“ – hier müsse dringend aufgeräumt werden, schreibt Blome beim Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL.

Denn es gebe es zu viele sinnlose Beauftragten-Positionen im deutschen Staatsapparat, meint Blome und weist dabei auf die SED-Opferbeauftragte und die Position eines ‚Beauftragten der Bundesregierung für den Berlin-Umzug und den Bonn-Ausgleich‘ hin. Seiner Meinung nach setze man an vielen Stellen Beauftrage ein, um die schnelle Lösung von komplizierten Problemen zu versprechen. Außerdem schieben die Behörden in vielen Fällen ihre Verantwortung unberechtigterweise an Beauftragte ab, glaubt Blome. Längst herrsche im deutschen Staatswald Wildwuchs. Deshalb sei es nur richtig, à la Elon Musk die Kettensäge zu nehmen und „Dinge infrage zu stellen und nicht darauf zu verzichten, nur weil sie da sind“.

„Tatsächlich liegt auf der Hand, dass es im 35. Jahr nach der Wiedervereinigung nun auch mal gut sein muss“, meint Blome. „Und das Amt des Ost-Beauftragten müsste wegen manifesten Misserfolges ohnehin geschlossen werden, wenn man die Radikalisierung im Osten zum Maßstab nimmt.“

Anmerkung der Redaktion

ist Journalist, Kommentator und Autor. Seit September 2020 ist er Ressortleiter für Politik und Gesellschaft in der Zentralredaktion der Mediengruppe RTL Deutschland sowie Online-Kolumnist beim Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Er war bis Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur der BILD-Zeitung und dort verantwortlich für das Politik- und Wirtschaftsressort. Zuvor war er Mitglied der Chefredaktion des SPIEGEL (2013–2015) und stellvertretender Chefredakteur bei der BILD (2011–2013). Blome tritt regelmäßig in der Öffentlichkeit auf, meist als Gast in Talkshows zu aktuellen Themen. Bekannt wurde er in diesem Zusammenhang vor allem als Befürworter des damaligen Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in den Sendungen „Maybrit Illner“, „Hart aber fair“ und „Menschen bei Maischberger“. Des Weiteren ist er mit dem Journalisten und Verleger Co-Moderator des Formats „Augstein und Blome“ bei PHOENIX, welches mittlerweile als Podcast bei RTL Plus erscheint. Blome gewann mehrere Preise unter anderem 2014 den Henri-Nannen-Preis für beste investigative Leistung. Im Januar 2025 erschien sein Buch „Falsche Wahrheiten: 12 linke Glaubenssätze, die unser Land in die Irre führen“.

DER SPIEGEL ist ein deutsches Nachrichtenmagazin, das 1947 von Rudolf Augstein gegründet wurde. Seinen Sitz hat das Magazin seit 2011 in Hamburg, Chefredakteur ist . DER SPIEGEL ist mehrfach preisgekrönt und zählt zu den deutschsprachigen Leitmedien: Er genießt großes Vertrauen und prägt die gesellschaftliche Debatte und Öffentlichkeit. Im vierten Quartal 2025 hatte das gedruckte Wochenmagazin eine Auflage von rund 625.000 verkauften Exemplaren (IVW). Eine zentrale Rolle im Magazin nimmt bis heute der investigative Journalismus ein. 1963 führten eine solche Recherche und die sogenannte SPIEGEL-Affäre dazu, dass der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauß sein Amt räumen musste. 2018 wurde bekannt, dass der langjährige Mitarbeiter Claas Relotius wesentliche Inhalte von – teils preisgekrönten – SPIEGEL-Reportagen erfunden hatte. Hiernach reichte Relotius seine Kündigung ein. Das Blatt sprach von „einem Tiefpunkt in der 70-jährigen Geschichte des SPIEGEL“. 2021 wurden in Reaktion darauf die sogenannten Spiegel-Standards für Qualitätsjournalismus erarbeitet. DER SPIEGEL wird traditionell als eher linksliberales Medium gesehen, auch in Abgrenzung zu den anderen großen deutschen Nachrichtenmagazinen, dem FOCUS und dem STERN. Bereits Gründer Rudolf Augstein verortete sein Magazin „im Zweifel links“. 1994 ging SPIEGEL ONLINE als erstes Nachrichten-Magazin weltweit online. Im April 2026 verzeichnete die Website des SPIEGELS rund 71,5 Millionen Aufrufe (Quelle: Similarweb). DER SPIEGEL wird vom Spiegel-Verlag herausgegeben. An der SPIEGEL-Gruppe ist der international extrem einflussreiche Medienkonzern Bertelsmann über eine Tochtergesellschaft mit 25,5 Prozent beteiligt. Weitere 24 Prozent der Anteile entfallen auf die Familie Augstein. Die Mehrheit von 50,5 Prozent wird von den Mitarbeiter:innen des Verlags über eine Beteiligungsgesellschaft (Mitarbeiter-KG) gehalten, die sich demokratisch organisiert und regelmäßig ihre Vertreter:innen wählt.

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DER SPIEGELNikolaus Blome
20.01.2025 · 3 Minuten · Deutsch
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