Perspektive

zur Debatte vom 08. Juli 2025
Braucht es eine Migrationsquote an Schulen?
Contra

Man sollte Deutschland endlich als Einwanderungsland anerkennen

Die Perspektive in 30 Sekunden

Auf der Plattform für Bildungsjournalismus NEWS4TEACHERS kritisiert Herausgeber Karin Priens Vorschlag einer Migrationsquote. Statt einer unrealistischen Obergrenze sollte man Deutschland „endlich als Einwanderungsland anerkennen – und das Bildungssystem auf die damit verbundenen Herausforderungen einstellen“, findet er.

Priboschek hat seiner Meinung nach bessere Vorschläge, um die Qualität der Bildung zu gewährleisten, als die „populistische Lösung“ der Migrationsquote. Da in der Debatte wiederholt auf die mangelnden Deutschkenntnisse von Kindern mit Migrationshintergrund eingegangen wurde, schlägt er etwa eine flächendeckende Sprachförderung vor, die bereits in der Kita beginnt und in der Grundschule weitergeführt wird. Auch die Einführung digitaler Lernprogramme könnte helfen, Sprachdefizite zu beseitigen, berichtet er.

Priboschek erklärt außerdem ganz deutlich, was Priens Vorschlag für Folgen haben würde: In Westdeutschland haben teilweise deutlich über 30 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund – was bedeuten würde, dass Familien etwa „zwangsumgesiedelt“ werden müssten, um die Obergrenze zu gewährleisten. Denn in Ostdeutschland etwa sei der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund geringer. „Mit welchem Recht?“, fragt der Herausgeber. Menschen mit Migrationshintergrund sind „keine Deutsche zweiter Klasse“, betont er.

Anmerkung der Redaktion

ist Gründer der Agentur für Bildungsjournalismus und Herausgeber der Seite NEWS4TEACHERS. Vorher ist er Redakteur für Bildungspolitik bei der RHEINISCHEN POST gewesen. Die RHEINISCHE POST hat Priboschek dann verlassen, um Sprecher und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen zu werden. Später wechselte Priboschek an die TU Dortmund, wo er unter anderem die Lehrkräftezeitschrift FORUM SCHULE produzierte. 2014 hat Priboschek die Agentur für Bildungsjournalismus gegründet, die er seitdem leitet. Er hat Politikwissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Geschichte in Duisburg studiert.

NEWS4TEACHERS ist ein digitales Bildungsmagazin, das von Lehrer:innen und Journalist:innen betrieben wird. Es bezeichnet sich selbst als „Service-Plattform von Lehrern für Lehrer, sowie der Agentur für Bildungsjournalismus“ und bietet Berichte, Analysen und Kommentare von pädagogischen Expert:innen zu Bildungsthemen für Lehrkräfte und die interessierte Öffentlichkeit. NEWS4TEACHERS wird von der Online-Plattform 4teachers.de sowie der Agentur für Bildungsjournalismus betrieben. Während 4teachers die Plattform anbietet, ist die Agentur für Bildungsjournalismus für die Inhalte verantwortlich. Die Agentur für Bildungsjournalismus ist eine Medienagentur, die journalistische sowie Werbebeiträge zu Bildungsthemen für Auftraggeber:innen gestaltet und teilweise auch selbst veröffentlicht. Geleitet wird die Agentur vom ehemaligen RHEINISCHE POST-Bildungsredakteur und ehemaligen Sprecher des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, . NEWS4TEACHERS finanziert sich durch Werbung. Laut eigenen Angaben erreicht NEWS4TEACHERS monatlich rund 400.000 Menschen.

Originalartikel
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NEWS4TEACHERSAndrej Priboschek
06.07.2025 · 3 Minuten · Deutsch
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