Perspektive

zur Debatte vom 05. Juni 2025
Sollte Deutschland auf Kernfusion setzen, um saubere Energie zu gewinnen?
Contra

Man sollte lieber auf Solarenergie setzen, denn die steht sofort zur Verfügung

Die Perspektive in 30 Sekunden

Der Wissenschaftskorrespondent argumentiert in der eher linksliberalen Wochenzeitung DIE ZEIT, dass Energie durch Fusionsreaktoren noch weit entfernt ist. Stattdessen spricht er sich für eine verstärkte Nutzung von Solarenergie aus.

Schmitt bemerkt in seinem Artikel, dass die Kernfusion eine Nachahmung des physikalischen Vorgangs ist, der in unserer Sonne stattfindet. Daher findet er den Fokus auf Fusionsreaktoren unpassend: Schließlich produziere die Sonne ja sowieso schon auf diese Weise Energie, die uns durch Solartechnologie zur Verfügung stehe. Die Sonne „strahlt pro Stunde etwa so viel Energie auf die Erde, wie die Menschheit im Jahr benötigt“, erinnert er.

Außerdem werde die Energie der Sonne gerade bereits vermehrt genutzt. Im Gegensatz zu Kernfusion ist sie direkt zugänglich und lässt sich daher auch für das Erreichen von Klimazielen einsetzen, fügt Schmitt hinzu. Bis die Kernfusion tatsächlich zum Energiegewinn genutzt werden kann, dauere es hingegen noch mindestens 20 bis 25 Jahre. Und auch dann sei der wirtschaftliche Einsatz der Technologie noch nicht garantiert, so Schmitt.

Anmerkung der Redaktion

ist Wissenschaftskorrespondent des Ressorts Wissen bei der ZEIT. Von 2009 bis 2021 war er dort Stellvertretender Ressortleiter. Zuvor war er Wissenschaftsredakteur bei SPIEGEL ONLINE. Seine Schwerpunkte liegen auf Naturwissenschaft, Klima und Weltraum.

DIE ZEIT ist die größte deutsche Wochenzeitung und hat ihren Sitz in Hamburg. Sie zählt zu den deutschen Leitmedien und hat damit bedeutenden Einfluss in der Medienlandschaft. DIE ZEIT erscheint seit 1946 und wurde zunächst als rechtskonservatives Blatt ausgelegt. Erst in den 1960er Jahren wurde die Wochenzeitung als liberales Medium ausgerichtet. In gesellschaftspolitischen Fragen gilt DIE ZEIT als grundsätzlich (links-)liberal, hat allerdings auch viele Gastbeiträge aus dem gesamten Meinungsspektrum oder stellt Beiträge mit gegensätzlichen Meinungen gegenüber. Der NDR urteilt, DIE ZEIT gelte als „Blatt der Akademiker und Intellektuellen“ – und sei damit durchaus erfolgreich. Tatsächlich gehört DIE ZEIT zu den wenigen deutschsprachigen Printmedien, die seit der Digitalisierung an Auflage gewonnen haben. Zuletzt lag die verkaufte Auflage bei rund 625.000 Exemplaren (IVW Q4/2025). Die Website der ZEIT hatte im März 2026 55,5 Millionen Aufrufe (Quelle: Similarweb). 2021 veröffentlichte DIE ZEIT einen Gastbeitrag des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Darin plädierte er für eine engere Kooperation zwischen Russland und Europa, übte jedoch zugleich deutliche Kritik an NATO und Europäischer Union. Die Veröffentlichung löste eine breite Kontroverse aus; insbesondere wurde die Zeitung dafür kritisiert, dem russischen Präsidenten eine Plattform zu bieten. Die ZEIT hat mehrere Podcasts, darunter sehr erfolgreiche Reihen wie „Alles gesagt?“ und „ZEIT Verbrechen“. Chefredakteure sind Jochen Wegner und , der auch Mitherausgeber des TAGESSPIEGELS ist. Die Zeitung erscheint im Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG, dessen Eigentümer zu unterschiedlichen Teilen der Holtzbrinck-Familie angehören. Die DvH Media Group, die 50 Prozent der Anteile am Zeitverlag hält, besitzt außerdem die Titel HANDELSBLATT, WIRTSCHAFTSWOCHE und den TAGESSPIEGEL.

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DIE ZEITStefan Schmitt
14.03.2025 · 2 Minuten · Deutsch
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