Perspektive
zur Debatte vom 30. Januar 2025
🗳 Hat Friedrich Merz der Demokratie geschadet? Pro
Merz ist ein Risiko eingegangen, das er kaum kalkulieren kann
Die Perspektive in 30 Sekunden
In den Augen von Michael Stifter verdient es zwar Respekt, dass Oppositionschef und Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) bei der Migrationspolitik in die Offensive geht. Allerdings äußert der Politikchef bei der AUGSBURGER ALLGEMEINEN auch die Befürchtung, dass das nach hinten losgehen könnte.
Denn was wäre, fragt sich Stifter, wenn der harte Kurswechsel in der Migrationspolitik von Gerichten kassiert wird? Oder wenn sich nach der Wahl keine Mitstreiter:innen finden, um aus der Symbolpolitik von heute Gesetze von morgen zu machen? Oder wenn große Worte am Ende nur für kleine Taten reichen?
„Dann hat sich Merz fatal verzockt“, beantwortet Stifter seine Fragen sogleich selbst. Dann habe es sich nicht gelohnt, der AfD ohne Not eine Türe zu öffnen und dann werden sich noch mehr Menschen enttäuscht abwenden, befürchtet der Politikredakteur und sagt voraus: „Die besten Karten im nächsten Poker haben dann andere.“
Anmerkung der Redaktion
Michael Stifter ist Politikjournalist. Nach seinem Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Politikwissenschaft und Medienpädagogik an der Universität Augsburg hat Stifter sein Volontariat bei der AUGSBURGER ALLGEMEINEN absolviert. Für diese arbeitet er inzwischen seit über 20 Jahren. Er ist Mitglied der Chefredaktion der Zeitung und leitet dort die Ressorts Politik und Wirtschaft. Für gemeinsame Recherchen mit seinem Kollegen Holger Sabinsky-Wolf hat er dazu beigetragen, die CSU-Maskenaffäre aufzudecken, wofür er 2022 mit dem „Wächterpreis der deutschen Tagespresse“ ausgezeichnet wurde.
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE ist eine der größten bayerischen Lokalzeitungen. Sie hat ihren Sitz in Augsburg und wurde 1945 als SCHWÄBISCHE LANDESZEITUNG gegründet. 1959 erhielt sie ihren heutigen Namen. Sie gehört zur Mediengruppe Pressedruck, die nach Gesamtauflage das bundesweit sechstgrößte Verlagshaus ist. Die Journalismus-Plattform NEWROOM.DE bescheinigt der AUGSBURGER ALLGEMEINEN eine Monopolstellung im Raum Bayern und Schwaben, durch die die Zeitung gutes Geschäft macht. Die Mediengruppe Pressedruck gehört zu jeweils 50 Prozent den Schwestern Alexandra Holland und Ellinor Scherer. Das Hauptverbreitungsgebiet der AUGSBURGER ALLGEMEINEN ist das bayerische Schwaben und die angrenzenden Teile Oberbayerns. Die verkaufte Auflage der Hauptausgabe ist seit einigen Jahren rückläufig und beträgt gegenwärtig rund 68.000 Exemplare (IVW Q1/2026). Die Website der AUGSBURGER ALLGEMEINEN verzeichnete im März 2026 14,7 Millionen Aufrufe (Quelle: Similarweb). Chefredakteure der Zeitung sind Andrea Kümpfbeck und Peter Müller.
Originalartikel
Merz macht der AfD die Türe auf: Hat er sich verzockt?
AUGSBURGER ALLGEMEINE
Michael Stifter 29.01.2025 ·
3 Minuten ·
Deutsch
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