Perspektive

zur Debatte vom 27. Juni 2025
Muss sich der Bundestag zum CSD neutral verhalten?
Pro

Nur die Trennung von Staat und Gesellschaft ermöglicht Freiheit

Die Perspektive in 30 Sekunden

hält es für richtig, dass sich der Bundestag beim Christopher Street Day neutral verhält. „Nur die Trennung von Staat und Gesellschaft ermöglicht Freiheit“, argumentiert der Redakteur der überregionalen, liberal-konservativen Schweizer Tageszeitung NEUE ZÜRCHER ZEITUNG.

Giwerzew will die wachsende Bedrohung für sexuelle Minderheiten in Deutschland damit nicht kleinreden. Allerdings glaubt er auch nicht, dass ein aktivistischer Staat dieses Problem löst. Vielmehr sollte der Staat die Rechte aller seiner Bürger:innen gewährleisten. Dazu zählt ihm zufolge nicht nur die konsequente Verfolgung politischer Straftaten, sondern auch der Schutz von CSD-Paraden.

Alles andere sei in einer liberalen Demokratie aber Sache der Gesellschaft, so Giwerzew. Wahre Akzeptanz für sexuelle Minderheiten kann der Staat seiner Ansicht nach nicht erzwingen – die Gesellschaft müsse sich hier selbst wandeln. Giwerez warnt: „Mischt sich der Staat einmal in die Belange der Gesellschaft ein, ist das schwer zurückzudrehen.“

Anmerkung der Redaktion

ist Journalist und arbeitet in der Deutschland- bei der NEUEN ZÜRCHER ZEITUNG (NZZ). Zuvor war er von 2023 bis 2024 als Politikredakteur bei der BERLINER ZEITUNG angestellt. Erste journalistische Erfahrungen sammelte er bei der WELT und CICERO. Giwerzew hat einen Master in Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft an der freien Universität Berlin absolviert. Er tritt zudem des Öfteren auch bei BILD TV auf.

Die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG (NZZ) ist eine Schweizer Tageszeitung mit Hauptsitz in Zürich, die 1780 gegründet wurde. Seit 2017 richtet die NZZ ihren Fokus verstärkt auf den deutschen Markt und hat mittlerweile eine Berliner , die eine eigenständige Deutschland-Ausgabe gestaltet. Sie gilt als etabliertes Leitmedium im deutschsprachigen Raum sowie in der Schweiz. Die NZZ wird von EUROTOPICS als liberal-konservativ bezeichnet und hat nach eigener Angabe eine „freisinnig-demokratische“ Ausrichtung. Die NZZ gilt seit langem als das publizistische Sprachrohr des liberalen Bürgertums in der Schweiz und steht der Schweizer FDP politisch am nächsten. Der Medienwissenschaftler Uwe Krüger sieht sie als konservativ, liberal und bürgerlich. Seit 2015 Chefredakteur wurde, spricht unter anderem der DEUTSCHLANDFUNK von einem „Rechtsrutsch“ in der Berichterstattung. Der NDR befindet, Gujer habe die „NZZ um typisch rechtskonservative Themen und Meinungen erweitert“. Der Jurist und Medienethiker Luis Paulitsch ordnete die NZZ im Jahr 2025 den Mainstream-Medien zu, die teilweise Begriffe oder Feindbilder aus rechtsalternativen Medien aufgreifen und sich inhaltlich daran annähern. Die verkaufte Auflage der NZZ liegt laut aktuellen Zahlen (WEMF 2025) bei 53.771 Exemplaren (werktäglich). Die Zeitung erreicht eine Leserschaft von rund 236.000 Personen. Auf ihrer Webseite erreichte die NZZ im März 2026 laut Similarweb rund 15,4 Millionen Aufrufe. Die NZZ gehört der NZZ-Mediengruppe, die außer ihr weitere Schweizer Titel besitzt.

Originalartikel
Julia Klöckner hat recht: Der Staat muss politisch neutral bleiben. Das gilt auch für den Christopher Street Day
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG (NZZ)Nathan Giwerzew
26.06.2025 · 2 Minuten · Deutsch
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