Perspektive

zur Debatte vom 07. Oktober 2025
Sollte man soziale Medien wie TikTok, Instagram & Co. für Jugendliche unter 16 Jahren verbieten?
Pro

Nur ein flächendeckendes Verbot kann wirklich wirksam sein

Die Perspektive in 30 Sekunden

spricht sich für ein Verbot von sozialen Medien für Kinder aus – schon für Unter-13-Jährige wäre das für sie „das absolute Minimum“. Dabei verweist die Politik- und Volkswirtschaftsredakteurin des Wirtschaftsmagazins WIRTSCHAFTSWOCHE (WIWO) auch auf die Vorteile eines Verbotes gegenüber milderen Mitteln.

Nur ein Verbot von sozialen Medien kann Kinder effektiv schützen, meint Adamsen. Diese seien nämlich besonders anfällig für die Mechanismen, die soziale Medien für ihren Profit nutzen. Demnach haben es soziale Medien wie TikTok und Instagram perfektioniert, das Gehirn für kommerzielle Zwecke auszutricksen. „Kurzvideos beeinflussen gezielt Emotionen, um Nutzer zu binden, zum Kaufen anzuregen oder politische Botschaften zu verbreiten“, erklärt Adamsen und fragt: „Wer würde sein Kind so etwas ungeschützt aussetzen wollen?“

Laut Adamsen ist ein Verbot auch deshalb so effektiv, weil es alle betrifft. Denn ein Kind auszuschließen, während alle anderen soziale Medien weiter nutzen, sei unmöglich, argumentiert die Politikredakteurin. Durch ein Verbot müsse sich kein Kind mehr Sorgen machen, etwas zu verpassen.

Anmerkung der Redaktion

ist seit 2024 (Klima-)Politik- und Volkswirtschaftsredakteurin bei der WIRTSCHAFTSWOCHE (WIWO). Journalistische Erfahrungen sammelte Adamsen zuvor unter anderem bei der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG und der MÜNCHNER ABENDZEITUNG, ehe sie Anfang 2023 das WIWO-Volontariat aufgenommen hat. Im Rahmen ihrer Ausbildung hat sie auch für das HANDESLSBLATT und CORRECTIV geschrieben. Außerdem diskutiert sie im Podcast „future economics“ über die Zukunft der Klimaökonomie. Adamsen hat Volkswirtschaftslehre und Philosophie in Bayreuth und München studiert.

Die WIRTSCHAFTSWOCHE ist ein seit 1926 bestehendes überregionales Wirtschaftsmagazin mit Sitz in Düsseldorf. In ihrer Ausrichtung gilt die Wochenzeitschrift als wirtschaftsliberal. Die WIWO gehört zu den Pflichtblättern an den Börsen in Düsseldorf und Frankfurt und wird vor allem für ihre Berichterstattung mit Rankings, etwa zu Hochschulen oder Städten, beachtet. Der Vermarkter iq media zeichnet die Hauptzielgruppe der WIWO als männlich, mittelständisch und überdurchschnittlich wohlhabend. Seit 2010 veranstaltet die WIWO jährlich zusammen mit der Akademie Deutscher Weltmarktführer das Gipfeltreffen der Weltmarktführer in Schwäbisch Hall, das bundesweit größte Treffen mittelständischer Unternehmen mit globaler Spitzenstellung. Chefredakteur der Zeitschrift ist . Die verkaufte Auflage der WIWO lag zuletzt bei rund 89.000 Exemplaren (IVW Q1/2026). Die Website der WIWO verzeichnete im März 2026 7,5 Millionen Aufrufe (Quelle: Similarweb). Die Zeitschrift wird von der Handelsblatt Media Group herausgegeben, die der DvH Medien GmbH der Familie Holtzbrinck gehört. Der DvH gehören außerdem die Titel HANDELSBLATT und TAGESSPIEGEL sowie 50 % Anteile an der ZEIT.

Originalartikel
Ein Verbot sozialer Medien für Unter-13-Jährige ist das absolute Minimum
WIRTSCHAFTSWOCHE (WIWO)Henrike Adamsen
14.08.2025 · 3 Minuten · Deutsch
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