Perspektive
zur Debatte vom 07. Oktober 2025Sollte man soziale Medien wie TikTok, Instagram & Co. für Jugendliche unter 16 Jahren verbieten?
Nur ein flächendeckendes Verbot kann wirklich wirksam sein
Die Perspektive in 30 Sekunden
Nur ein Verbot von sozialen Medien kann Kinder effektiv schützen, meint Adamsen. Diese seien nämlich besonders anfällig für die Mechanismen, die soziale Medien für ihren Profit nutzen. Demnach haben es soziale Medien wie TikTok und Instagram perfektioniert, das Gehirn für kommerzielle Zwecke auszutricksen. „Kurzvideos beeinflussen gezielt Emotionen, um Nutzer zu binden, zum Kaufen anzuregen oder politische Botschaften zu verbreiten“, erklärt Adamsen und fragt: „Wer würde sein Kind so etwas ungeschützt aussetzen wollen?“
Laut Adamsen ist ein Verbot auch deshalb so effektiv, weil es alle betrifft. Denn ein Kind auszuschließen, während alle anderen soziale Medien weiter nutzen, sei unmöglich, argumentiert die Politikredakteurin. Durch ein Verbot müsse sich kein Kind mehr Sorgen machen, etwas zu verpassen.
Anmerkung der Redaktion
Die WIRTSCHAFTSWOCHE ist ein seit 1926 bestehendes überregionales Wirtschaftsmagazin mit Sitz in Düsseldorf. In ihrer Ausrichtung gilt die Wochenzeitschrift als wirtschaftsliberal. Die WIWO gehört zu den Pflichtblättern an den Börsen in Düsseldorf und Frankfurt und wird vor allem für ihre Berichterstattung mit Rankings, etwa zu Hochschulen oder Städten, beachtet. Der Vermarkter iq media zeichnet die Hauptzielgruppe der WIWO als männlich, mittelständisch und überdurchschnittlich wohlhabend. Seit 2010 veranstaltet die WIWO jährlich zusammen mit der Akademie Deutscher Weltmarktführer das Gipfeltreffen der Weltmarktführer in Schwäbisch Hall, das bundesweit größte Treffen mittelständischer Unternehmen mit globaler Spitzenstellung. Chefredakteur der Zeitschrift ist
WIRTSCHAFTSWOCHE (WIWO)
Henrike Adamsen