Perspektive
zur Debatte vom 31. August 2021
🗳 Braucht die EU mehr Freihandelsabkommen? ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN
Nur mit Freihandelsabkommen hat der Westen eine Chance gegen China
Die Perspektive in 30 Sekunden
Es sei dringend an der Zeit, erneut „über ein transatlantisches Freihandelsabkommen zu reden“, verkündet Sicherheits-Korrespondent Marcus Pindur im DEUTSCHLANDFUNK. Denn nur im gemeinsamen Schulterschluss können die „Demokratien dieser Welt“ dem globalen Konkurrenten China begegnen, meint er.
Der Westen tue gut daran, „auch weiterhin die technischen und handelspolitischen Standards zu setzen und die internationalen Verhaltensregeln zu definieren“, findet Pindur. Das könne jedoch nur gemeinsam gelingen. Deshalb meint er: Die USA und die EU sollten ihre handelspolitische Zusammenarbeit weiter ausbauen. Zusammen könnte man so Felder besetzen, die „der Westen zu lange China überlassen“ habe – wie etwa Infrastrukturprogramme für Schwellen- und Entwicklungsländer.
Der US-Experte bilanziert: „Es braucht ein transatlantisches Freihandelsabkommen“, damit der „transatlantische Ehrgeiz“ weiter reichen könne als bisher. Der wirtschaftliche Aufstieg Chinas mache das notwendig, argumentiert Pindur. Denn China habe „sowohl die USA als auch die Europäische Union als systematischen Konkurrenten identifiziert“.
Anmerkung der Redaktion
Marcus Pindur ist Korrespondent für Sicherheitspolitik beim DEUTSCHLANDFUNK. Er hat zum Thema des Verhältnisses von Innen- und Außenpolitik der USA an der FU Berlin promoviert. Danach war er zunächst Lokalreporter und Reisekorrespondent der WESTDEUTSCHEN ZEITUNG. Von 2012 bis 2016 war Pindur für den Sender unter anderem als Washington-Korrespondent tätig.
Der DEUTSCHLANDFUNK (DLF) ist 1962 als Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gegründet worden und hat seinen Sitz in Köln. Chefredakteurin ist seit 2026 Susanne Schwarzbach. Der DEUTSCHLANDFUNK ist neben DEUTSCHLANDFUNK NOVA und DEUTSCHLANDFUNK KULTUR eines der drei bundesweiten Hörfunkprogramme des DEUTSCHLANDRADIOS, das zusammen mit ARD und ZDF den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bildet, sich also zum Großteil über Rundfunkgebühren finanziert. Das Programm hat einen Wortanteil von 80 Prozent und beschäftigt sich besonders tagsüber mit tagesaktuellen Geschehnissen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. In den Abendstunden liegt der programmatische Schwerpunkt auf Kulturthemen wie Musik, Hörspielen, Lesungen und entsprechenden Berichten. Der DEUTSCHLANDFUNK sendet klassisch linear, jedoch betreibt er auch eine umfangreiche Audiothek und diverse Podcasts, wo Inhalte auch nicht-linear konsumiert werden können. Mit diesem On-Demand-Angebot hat man sich mittlerweile ein Stammpublikum aufgebaut und erreichte 2024 durchschnittlich vier Millionen Besuche pro Monat. Das Radioprogramm des DEUTSCHLANDFUNKS erreichte nach Befragungsdaten der MA 2025 Audio II einen Rekordwert von 2,64 Millionen Hörer:innen zwischen Montag und Freitag. Damit ist es das meistgehörte Informationsprogramm und liegt auf Platz 6 aller Radioprogramme. Die DEUTSCHLANDFUNK-Website wurde im März 2026 ca. 12,4 Millionen Mal besucht (Quelle: Similarweb).
Originalartikel
Den transatlantischen Ehrgeiz wecken
DEUTSCHLANDFUNK
Marcus Pindur 15.06.2021 ·
2 Minuten ·
Deutsch
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