Perspektive

zur Debatte vom 11. März 2026
Sollte Europa mehr auf Atomkraft setzen und sogenannte Mini-AKW fördern?
Pro

Nur Traumtänzer verzichten auf Atomkraft

Die Perspektive in 30 Sekunden

Im HANDELSBLATT spricht sich ganz klar für die Nutzung von Atomkraft aus. Der Leiter des Meinungsressorts betont in der Finanz- und Wirtschaftszeitung, dass Atomenergie zwar kein Allheilmittel sei – aber dass es kurzsichtig wäre, auf die Technologie zu verzichten.

In der Diskussion um Atomenergie weist Sigmund darauf hin, dass der Strombedarf in Zukunft deutlich steigen wird. „Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und die Elektrifizierung des Verkehrs werden ihn in den kommenden Jahrzehnten deutlich erhöhen“, betont er. Gerade die KI-Rechenzentren haben ihm zufolge einen extrem hohen Strombedarf. Daher sei Atomenergie als verlässliche und stabile Energiequelle besonders interessant.

Erneuerbare Energien wie Wind und Solar sind laut Sigmund sehr wichtig – allerdings sei die Stromproduktion von Wetter und Tageszeit abhängig. Atomkraftwerke hingegen produzieren immer Strom, und seien daher eine mögliche stabile Grundlage für das Energiesystem. Hinzu komme, dass Kernkraftwerke über ihre Lebenszeit ähnlich emissionsarm seien wie Windkraftwerke.

Anmerkung der Redaktion

ist Journalist, Sachbuchautor und Leiter des Meinungsressorts der Finanz- und Wirtschaftszeitung HANDELSBLATT. Zuvor war er dort auch Ressortleiter Politik sowie Leiter des Hauptstadtbüros. Der studierte Rechts- und Politikwissenschaftler hat bei der Mediengruppe STRAUBINGER TAGBLATT/LANDSHUTER ZEITUNG volontiert und dort anschließend als Politik- und Wirtschaftsredakteur gearbeitet. 2015 wurde er mit dem Regino-Preis für herausragende Justizberichterstattung ausgezeichnet.

Das HANDELSBLATT ist eine Tageszeitung mit Sitz in Düsseldorf, Chefredakteur ist . Das HANDELSBLATT ist die auflagenstärkste deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzzeitung und ein Börsenpflichtblatt. Sie wird zu den Leitmedien gezählt, also zu den Medien, die einen besonderen Einfluss auf die öffentliche Meinung und auf andere Massenmedien ausüben. Das HANDELSBLATT erschien erstmals 1946 mit der Auflage der britischen Militärbehörden, das „friedliche Zusammenspiel von Arbeit und Kapital“ journalistisch im Einklang zu halten. Die Blattlinie des HANDELSBLATTS gilt als wirtschaftsliberal. Das HANDELSBLATT finanziert sich durch Abonnements, Printverkäufe und Werbung. Es hostet außerdem Live-Events in Form von Tagungen, Trainings und Konferenzen. Im ersten Quartal 2025 war das HANDELSBLATT die meistzitierte Wirtschaftszeitung Deutschlands (Quelle: Media Tenor). Die verkaufte Auflage liegt bei ca. 157.500 Exemplaren (IVW Q1/2026). Die Website des HANDELSBLATTS verzeichnete im März 2026 24,2 Millionen Aufrufe (Quelle: Similarweb). Die Zeitung wird von der Handelsblatt Media Group herausgegeben, die der DvH Medien GmbH der Familie Holtzbrinck gehört. Der DvH gehören außerdem die Titel TAGESSPIEGEL, WIRTSCHAFTSWOCHE sowie 50 % Anteile an der ZEIT.

Originalartikel
Nur Traumtänzer verzichten auf Atomkraft
HANDELSBLATTThomas Sigmund
10.03.2026 · 3 Minuten · Deutsch
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