Perspektive
zur Debatte vom 09. Februar 2026
Ist die öffentliche Kritik an Gil Ofarims Sieg beim Dschungelcamp berechtigt? Pro
Ofarim hat die Dschungelkrone nicht verdient
Die Perspektive in 30 Sekunden
Nach der Meinung von Marcel Jarjour hat Gil Ofarim den Sieg im RTL-Dschungelcamp nicht verdient. Ofarim ist laut dem Newsmanager der regionalen Tageszeitung RHEINISCHE POST auch ins Camp gegangen, um den Leipziger Hotelvorfall klar, offen und reumütig aufzuarbeiten. Das ist laut dem Autor aber nicht passiert.
Stattdessen habe Ofarim ausweichend, widersprüchlich und in „Salamitaktik“ reagiert: mal Schweigen, mal Teilentschuldigungen, mal neue Zweifel am Videomaterial, ohne diese nachvollziehbar zu belegen. Dieses Verhalten wirke nicht wie ehrliche Aufarbeitung, sondern wie taktisches Lavieren und professionelles Rollenspiel.
Gerade darin liegt für den Autor der moralische Kern der Kritik: Ein Dschungelsieg setze nicht Perfektion voraus, wohl aber Transparenz, Einsicht und klare Worte. Ofarim habe zahlreiche Gelegenheiten gehabt, Verantwortung eindeutig zu übernehmen und einen Schlussstrich zu ziehen, diese aber nicht genutzt. Stattdessen erscheine er selbstsicher, kontrolliert und zu sehr auf Wirkung bedacht, was ihn zwar spannend fürs Fernsehen mache, aber zum falschen Sieger, kommentiert Jarjour.
Anmerkung der Redaktion
Marcel Jarjour ist Digitaljournalist und arbeitet seit 2018 bei der RHEINISCHEN POST . Dort ist er seit 2021 als Newsmanager tätig; das heißt er betreut die Planung der Themen des Mediums. Zudem ist er auch als Panorama-Redakteur im Einsatz. Zudem betreute er von 2023 bis 2024 als stellvertretender Leiter die Journalistenschule der RP. Bevor er zu der Regionalzeitung kam war er als Redakteur und Sitemanager beim Kölner Medium EXPRESS tätig. Sein Volontariat hat Jarjour bei der MÄRKISCHEN ALLGEMEINEN ZEITUNG in Brandenburg absolviert.
Die RHEINISCHE POST (RP) ist die zweitgrößte regionale Tageszeitung in Deutschland. Sie erscheint am Niederrhein und in Teilen des Bergischen Landes. Im Rhein-Kreis Neuss erscheint sie als NEUSS-GREVENBROICHER ZEITUNG, in Solingen als SOLINGER MORGENPOST, in anderen Teilen des Bergischen Landes als BERGISCHE MORGENPOST. Die RP gilt als liberal-konservatives Blatt. Sie beschreibt sich selbst als „Zeitung für Politik und christliche Kultur“, die für „Demokratie, Freiheit und Menschenwürde“ eintritt. Der Schwerpunkt der Berichterstattung liegt auf Nordrhein-Westfalen. Die Zeitung wurde 1946 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf. Chefredakteur ist Moritz Döbler. Laut einem Ranking von Tenor und KRESS.DE war die RP im ersten Quartal 2023 die drittmeistzitierte Regionalzeitung Deutschlands. Die verkaufte Auflage lag im vierten Quartal 2025 bei rund 247.000 Exemplaren (IVW). Im Vergleich zu 1998 ist der Absatz damit fast um 50 Prozent eingebrochen. Trotzdem dominiert die RP laut ÜBERMEDIEN den Markt Düsseldorfer Lokalzeitungen und hat andere Lokalangebote weitestgehend verdrängt. Die Zeitung hat bereits einige Rügen durch den Deutschen Presserat erhalten. Der Webauftritt der RP hatte im März 2026 12,4 Millionen Besuche zu verzeichnen (Quelle: Similarweb). Die RP gehört der Rheinischen Post Mediengruppe, einem Familienunternehmen, das zu mehr als der Hälfte den Nachfahren der RP-Gründer gehört.
Originalartikel
Warum Finalist Gil Ofarim die Dschungelkrone nicht verdient
RHEINISCHE POST (RP)
Marcel Jarjour 08.02.2026 ·
3 Minuten ·
Deutsch
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