Perspektive
zur Debatte vom 30. April 2026Sollte die Zukunft selbstfahrenden Autos gehören?
Selbstfahrende Autos können Städte zum Besseren verändern
Die Perspektive in 30 Sekunden
In den Augen von Darrell M. West bieten selbstfahrende Autos in der Zukunft viele Chancen, um Städte lebenswerter zu machen. Laut dem Technikexperten bei der US-amerikanischen Denkfabrik
Laut West wird es demnach nicht nur weniger Unfälle geben. In seinen Augen wird sich zudem der Trend verstärken, dass es insgesamt weniger Autos gibt. Denn schon jetzt zeigt sich zumindest unter der jungen Stadtbevölkerung, dass immer weniger Menschen Autos besitzen. Stattdessen werden zunehmend Mitfahrdienste genutzt, um die Mobilitätsbedürfnisse zu decken. Das wird laut West wiederum zu weniger Staus führen und die Umweltbelastung durch Pkw und Lkw reduzieren.
Im Zuge dieser Entwicklung werden Städte auch weniger Parkplätze, Tankstellen und sogar Straßen benötigen. Das eröffnet laut West die Chance, diese Flächen anders zu nutzen – zum Beispiel für Parks, Fußgängerwege, Radwege oder Freizeitzonen. So sieht West in selbstfahrenden Autos vor allem Chancen. Allerdings weist er auch darauf hin, dass selbstfahrende Autos ebenso Folgen haben könnten, die heute noch gar nicht abzusehen sind.
Anmerkung der Redaktion
Darrell M. West ist Vizepräsident und Direktor des Programms „Governance Studies” an der Brookings Institution in Washington, D.C. Dort ist er außerdem Senior Fellow und bekleidet den „Douglas Dillon Chair” in Regierungsstudien. In seiner Arbeit konzentriert er sich auf Politik, Technologie und öffentliche Verwaltung. Zuvor war er Professor für Politikwissenschaft und Public Policy sowie Direktor des Taubman Centers for Public Policy an der Brown University. Darüber hinaus hat er in verschiedenen akademischen und politischen Kontexten zu Fragen der Digitalisierung, der
Die
BROOKINGS INSTITUTION
Darrell West