Perspektive

zur Debatte vom 30. April 2026
Sollte die Zukunft selbstfahrenden Autos gehören?
Contra

Selbstfahrende Autos sind nicht so sicher, wie viele glauben

Die Perspektive in 30 Sekunden

von der Harvard Kennedy School gehört zu jenen Fachleuten, die selbstfahrenden Autos skeptisch gegenüberstehen. In einem ausführlichen Gastbeitrag für die Wirtschaftszeitung AUSTRALIAN FINANCIAL REVIEW warnt er davor, dass selbstfahrende Autos nicht so sicher sind, wie viele glauben.

Zipper räumt zwar ein, dass selbstfahrende Autos die Risiken von tödlichen Autounfällen verhindern können. Allerdings können diese Autos ihm nach auch Fehler machen, die Menschen nicht passieren. So verweist er auf einen großflächigen Stromausfall in San Francisco, bei dem viele selbstfahrende Autos stehengeblieben waren und wichtige Kreuzungen blockierten. Menschen könnten in solchen Fällen und bei Unfällen schneller auf die jeweilige Situation reagieren, glaubt der Mobilitätsexperte.

Zudem bemängelt Zipper, dass die Studien über die Sicherheit von autonomen Fahrzeugen vor allem von den produzierenden Unternehmen selbst stammen. Das muss ihm zufolge nicht heißen, dass die Daten falsch sind. Allerdings bleiben für Zipper Fragen offen – vor allem mit Blick auf die ständig angepasste Software, die Fehler enthalten könnte. Laut Zipper haben selbstfahrende Autos zwar eine Chance verdient, man sollte aber nicht jetzt schon davon ausgehen, dass sie Straßen wirklich sicherer machen.

Anmerkung der Redaktion

arbeitet als Visiting Fellow an der Harvard Kennedy School und ist Senior Fellow bei der MIT Mobility Initiative. Zudem schreibt er als freier Autor und Kolumnist unter anderem für VOX und andere internationale Medien über Verkehr, Städte und Technologie. Zuvor war er Managing Director für Smart Cities und Mobility bei 1776, einem globalen Venture-Capital-Fonds und Startup-Hub. Davor arbeitete er in der Stadtverwaltung von Washington, D. C., als Director of Business Development and Strategy und unterstützte dort unter anderem die Entwicklung von Startup-Infrastrukturen und Mobilitätsstrategien. In New York war er Executive Director von NYC Business Solutions unter Bürgermeister . Zipper ist ein gefragter Redner und wurde in zahlreichen internationalen Medien zitiert. Er hat einen Bachelorabschluss vom Swarthmore College, einen MBA von der Harvard University sowie einen MPhil in Land Economy von der University of Cambridge.

Die AUSTRALIAN FINANCIAL REVIEW (AFR) ist eine australische Wirtschaftszeitung, die von Montag bis Samstag täglich erscheint. Zu der AFR gehört außerdem eine App und eine Website, die eine durchgehende Berichterstattung bieten. Die Zeitung berichtet neben Wirtschaftsthemen auch über Politik. Die politische Ausrichtung der AFR wird von der Website „Media Bias/Fact Check“ als mittig-rechts eingeordnet. Laut Umfragen von Roy Morgan und Ipsos iris erreichte die AFR 2025 eine Leserschaft von 3,2 Millionen über alle Plattformen hinweg und war damit die meistgelesene australische Wirtschaftszeitung. Herausgegeben wird die AFR vom Medienunternehmen Nine Entertainment, Chefredakteur ist James Chessell.

Originalartikel
It’s time for a reality check about the safety of self-driving cars
AUSTRALIAN FINANCIAL REVIEWDavid Zipper
21.01.2026 · 12 Minuten · Englisch
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