Perspektive
zur Debatte vom 30. Januar 2025
🗳 Hat Friedrich Merz der Demokratie geschadet? Pro
Sollte die AfD zur Macht kommen, kann man sagen: Hier hat es angefangen
Die Perspektive in 30 Sekunden
In den Augen von Eva Quadbeck ist Friedrich Merz (CDU) ein konservativer Demokrat, dem man glauben kann, dass er mit der AfD nichts zu tun haben möchte. Dennoch zeigt sich die Chefredakteurin beim REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND (RND) enttäuscht vom Oppositionschef und Unionskanzlerkandidaten.
Denn noch im November habe Merz im Bundestag vollmundig versprochen, auch keine Zufallsmehrheiten mit der AfD provozieren zu wollen. Nun habe er genau das Gegenteil getan. Damit könne die Union zwar ihr konservatives Profil stärken. Für Quadbeck ist der Preis jedoch zu hoch.
„Für die Bewältigung der tatsächlichen Probleme ist nichts gewonnen, während die AfD einen politischen Sieg und einen Schritt hin zur Normalisierung in der politischen Landschaft feiern kann“, argumentiert sie. Ihre Befürchtung: „Sollte die AfD in Deutschland eines Tages an die Macht kommen, wird man sich an diesen Januartag 2025 erinnern und sagen: Da hat es angefangen.“
Anmerkung der Redaktion
Eva Quadbeck ist eine deutsche Journalistin und Chefredakteurin sowie Leiterin der Hauptstadtredaktion des REDAKTIONSNETZWERKS DEUTSCHLAND (RND). Quadbeck war zuvor stellvertretende Chefredakteurin der RHEINISCHEN POST und Leiterin des Parlamentsbüros der Zeitung in Berlin. Ihr Kernthema ist die deutsche Innen- und Parteienpolitik. In diesem Zusammenhang ist sie öfters als Expertin in TV-Formaten in Erscheinung getreten. Sie hat außerdem eine Biografie über die ehemalige CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer geschrieben, die 2018 erschienen ist. Quadbeck schreibt unter anderem auch für die FRANKFURTER RUNDSCHAU. Sie hat Geschichte und Politik in Düsseldorf studiert.
Das REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND (RND) ist eine 2013 gegründete überregionale Nachrichtenplattform der Madsack-Mediengruppe mit Hauptsitz in Hannover. Die Chefredaktion haben Sven Oliver Clausen und Eva Quadbeck inne. Das RND ist das Ergebnis von Umstrukturierungen und Sparmaßnahmen bei Lokalmedien. Dabei beliefert das RND mehr als 125 Medienmarken, darunter vor allem Regionalzeitungen, mit überregionalen Inhalten, während die Medien ihre regionalen Inhalte überwiegend eigenständig erstellen. Dazu zählen einerseits Titel von Madsack, wie etwa die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG, die HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG und die MÄRKISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG, zusätzlich aber auch Partnermedien wie der KÖLNER STADTANZEIGER, die NEUE WESTFÄLISCHE und die WESTDEUTSCHE ZEITUNG. Eigenen Angaben zufolge erreichen die Medien des RND damit eine Gesamtreichweite von 7,2 Leser:innen (Stand 2025). Laut der Plattform Similarweb hatte der Webauftritt des RND im Februar 2026 rund 3,6 Millionen Besuche zu verzeichnen. Größter Einzelaktionär von Madsack ist die ddvg (Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft), die sich vollständig im Besitz der SPD befindet. Diese Beteiligung sorgt regelmäßig für Debatten über möglichen parteipolitischen Einfluss auf Medienunternehmen. Eine große Beteiligung hält außerdem die Tochter des Madsack-Gründers, Sylvia Madsack.
Originalartikel
Der Preis ist zu hoch für die Demokratie
REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND (RND)
Eva Quadbeck 29.01.2025 ·
2 Minuten ·
Deutsch
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