Perspektive
zur Debatte vom 16. Juni 2025
Können die „No Kings“-Proteste gegen Trump etwas bewirken? Contra
Symbolische Proteste allein bringen auch nichts
Die Perspektive in 30 Sekunden
Bei der US-amerikanischen Online-Fachzeitschrift EURASIA REVIEW betrachtet der Sozialwissenschaftler Debashis Chakrabarti die „No Kings“-Proteste gegen US-Präsident Donald Trump. Dabei zweifelt er jedoch daran, dass solche symbolischen Kundgebungen wirklich etwas bewirken.
Chakrabarti erinnert dabei an andere Massenproteste aus den vergangenen Jahren, als die Menschen beispielsweise für das Klima oder gegen Polizeigewalt auf die Straßen gegangen sind. Die Demonstrationen haben damals zwar viel Lärm geschlagen, sind laut Chakrabarti letztlich aber doch ohne Konsequenzen geblieben. Chakrabarti befürchtet, dass es auch mit der „No Kings“-Bewegung so enden könnte.
Vor allem haben sich die Zeiten geändert. Denn Trump und seine Anhängerschaft sitzen nun an den Schalthebeln der Macht. Die demokratische Opposition hingegen hat in Chakrabartis Augen außer Protest nicht viel entgegenzusetzen. Deshalb findet Chakrabarti, dass die „No Kings“-Bewegung eine wirkliche Strategie braucht. Falls sie das nicht hinbekommt, so der Autor, wird sie früher oder später bedeutungslos.
Anmerkung der Redaktion
Debashis Chakrabarti ist promovierter Medien- und Sozialwissenschaftler. Außerdem fungiert er aktuell als Chefredakteur des INTERNATIONAL JOURNAL OF POLITICS AND MEDIA sowie als Direktor des von ihm gegründeten Centre for Advanced Research and Education (CARE) in Kalkutta. Im Lauf seiner Karriere hat er an vielen Universitäten in Afrika und Asien als akademischer und medienwissenschaftlicher Berater fungiert und Schnittstellen zwischen akademischer Lehre und dem Journalismus eröffnet. Nach eigenen Angaben träumt er von einer global umfangreich kooperierenden „Super-Universität“, die wissenschaftlichen Austausch barrierefrei über die Kontinente hinweg ermöglicht. Chakrabarti forscht in der Regel interdisziplinär und transnational; dementsprechend umfangreich fallen seine Forschungsgebiete aus. Zuletzt arbeitete er beispielsweise an Untersuchungen zu der Medienkultur auf Facebook und X (vormals Twitter) und zum Phänomen von Panik in den sozialen Netzwerken während der Corona-Pandemie. Er hat an vielen verschiedenen Universitäten Professuren begleitet, unter anderem in Addis Adeba (Äthiopien), Salalah (Oman) und in Assam (Indien), wo er auch Dekan war. Neben seiner akademischen Laufbahn hat Chakrabarti langjährige Erfahrung als Journalist bei diversen indischen Medien, darunter insbesondere beim INDIAN EXPRESS und bei AMRITA BAZAR PATRIKA.
EURASIA REVIEW ist eine 2009 in Ohio gegründete unabhängige Online-Fachzeitschrift, die sich mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Eurasien und Afro-Eurasien beschäftigt. Es bietet Analyst:innen und Expert:innen die Möglichkeit, Inhalte zu veröffentlichen, die laut eigener Aussage in der weltweiten Medienöffentlichkeit oft unterrepräsentiert sind. Das Medium möchte zu allen Themen verschiedene Perspektiven aufzeigen, um Leser:innen ein differenziertes Bild von Sachverhalten zu zeigen. Zudem fungiert EURASIA REVIEW als eine Netzwerk-Plattform für Expert:innen. Das Medium wird verlegt von Buzz Future LLC, einer PR- und Consultingagentur.
Originalartikel
No Kings, But No Strategy: Why Symbolic Protest Alone Won’t Dethrone Trump
EURASIA REVIEW
Debashis Chakrabarti 15.06.2025 ·
4 Minuten ·
Englisch
Die Buzzard-Expert:innen haben diesen Artikel aus über 2.000 Medien für dich recherchiert und zusammengefasst, damit du in kurzer Zeit einen möglichst umfassenden Blick auf das Thema bekommst.
Mehr...
Zum Artikel