Perspektive
zur Debatte vom 16. Juni 2025
Können die „No Kings“-Proteste gegen Trump etwas bewirken? Contra
Trump kann den Protesten gelassen entgegenblicken
Die Perspektive in 30 Sekunden
Miranda Devine hält die „No Kings“-Proteste gegen US-Präsident Donald Trump für albern. Das schreibt sie in der Trump-freundlichen Boulevardzeitung NEW YORK POST. Eine Gefahr für den Präsidenten sieht sie jedenfalls nicht.
In den Augen der Kolumnistin ist die demokratische Opposition einfach verbittert und wütend, weil Trump die Präsidentschaft zurückerobert hat. Außerdem behauptet Devine, dass Trump zunehmend auch die demokratische Anhängerschaft für sich gewinnt. Dafür liefert sie jedoch keine Belege.
Für Devine steht zudem fest, dass Trump „illegale Migration beendet“, die Inflation unter Kontrolle gebracht und die Wirtschaft wieder in Gang gebracht hat. Das habe die demokratische Regierung vor Trump nicht geschafft, so Devine. Für sie ist daher klar: Je besser es dem Land geht, desto rachsüchtiger werden die Trump-Gegner.
Anmerkung der Redaktion
Miranda Devine ist Kolumnistin bei der amerikanischen Boulevardzeitung NEW YORK POST. Außerdem ist sie an Beiträgen beim Fernsehsender FOX NEWS beteiligt und schreibt für verschiedene australische Medien. Bis 2015 moderierte sie ihre eigene The Miranda Devine Show beim australischen Radiosender 2GB. Zu Beginn ihrer journalistischen Karriere schrieb sie für den BOSTON HERALD und die britischen Zeitungen THE SUN und THE DAILY TELEGRAPH. Für bestimmte Aussagen zu Gender-, Rassismus- oder Umweltthemen stand Devine mehrfach öffentlich in der Kritik. So verglich sie beispielsweise die LGBTIQ-Bewegung mit der radikalislamistischen Terrorgruppe Islamischer Staat (IS). US-Präsident Donald Trump lobte sie 2020 öffentlich für ihre Unterstützung seines Vorstoßes, das Coronavirus offiziell als „chinese virus“ zu bezeichnen. Devine stammt von einem neuseeländischen Vater ab und ist in Tokio und Sydney aufgewachsen. Sie hat Journalismus an der Northwestern University und Mathematik an der Macquarie University studiert und zwei Bücher veröffentlicht: „Laptop from Hell: Hunter Biden, Big Tech, and the Dirty Secrets the President tried to hide“ (2021) und „The big guy: How a president and his son sold out america“ (2024).
Die NEW YORK POST (auch NYPOST) ist eine US-amerikanische Boulevardzeitung mit Sitz in New York City. Sie wurde 1801 gegründet und ist damit die älteste noch bestehende Zeitung des Landes. Seit Mitte der Siebziger ist sie im Besitz der News Corporation des Medienunternehmers Rupert Murdoch, dem unter anderem auch der rechtskonservative und Republikaner-freundliche Fernsehsender FOX NEWS gehört. Die Berichterstattung der POST wird oft als sensationsheischend beschrieben. Die LA TIMES bezeichnete die NYPOST 2017 als bevorzugte Informationsquelle von Präsident Donald Trump. Diesen unterstützte die Zeitung auch öffentlich im Vorwahlkampf der Republikaner 2016 und bei der Präsidentschaftswahl 2020. 2021 veröffentlichte die NYPOST einen Bericht, der behauptete, dass Flüchtlinge Willkommenspakete mit einem von Kamala Harris entworfenen Kinderbuch erhielten. Der Bericht stellte sich später als erfunden heraus. Die verantwortliche Journalistin kündigte mit der Begründung, sie sei gegen ihren Willen von der Redaktion gezwungen worden, den Artikel zu verfassen. Obwohl die Auflage in den letzten Jahren stark rückläufig ist, zählt sie zu den auflagenstärksten überregionalen Zeitungen in den USA. Die tägliche Auflage lag 2024 bei 518.000 Exemplaren. Die Onlineseite der NEW YORK POST wurde 391 Millionen mal pro Monat aufgerufen.
Originalartikel
Miranda Devine: Army’s 250th anniversary parade was a celebration of America — unlike foolish ‘No Kings’ protests
NEW YORK POST
Miranda Devine 15.06.2025 ·
5 Minuten ·
Englisch
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