Perspektive
zum Tagesthema vom 28. Februar 2025🗳 Sondierungsgespräche zwischen CDU und SPD haben begonnen
Union und SPD zusammen können einige Probleme lösen
Die Perspektive in 30 Sekunden
Kolumnist Lars Fuchs sieht beim WDR zwar durchaus Konflikte voraus bei den Sondierungsgesprächen von CDU und SPD. Er glaubt aber daran, dass es mit der schwarz-roten Koalition klappen wird und einige Probleme gemeinsam gelöst werden können. Denn angesichts der aktuellen Weltlage bleibe den Parteien einfach keine andere Wahl.
„[E]in Grund, der dafür spricht, dass sich Schwarz und Rot zusammenraufen werden: Die Weltlage zwingt sie dazu“, meint Fuchs. Denn angesichts der neuen US-Regierung um Donald Trump und der anhaltenden Aggression aus Russland stehe Deutschland nahezu schutzlos da, so der Kolumnist. Hier seien sich die Koalitionspartner einig: Die Bundeswehr müsse aufgerüstet werden und die Regierung müsse sich schnell sortieren. Auch sei man sich einig, dass für dieses Vorhaben die Schuldenbremse aufgeweicht werden müsse. In diesen entscheidenden Punkten könne und müsse man also zusammenarbeiten.
Fuchs ist überzeugt, dass sich Schwarz-Rot zusammenraufen wird – allein schon, weil Analysen zufolge die AfD der Union wie SPD Stimmen abgenommen habe. „Ich denke, das wird ein Bündnis, dass [sic] sich noch vor ein paar Jahren ‚Große Koalition‘ nennen konnte, nicht auf sich sitzen lassen“, zeigt sich Fuchs zuversichtlich und appelliert: „Macht was draus!“
Anmerkung der Redaktion
Lars Fuchs ist Kolumnist und Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio. Dort ist er zuständig für das WDR-Programm. Sein Schwerpunkt liegt auf der Politikberichterstattung.
Der WESTDEUTSCHE RUNDFUNK (WDR) ist die größte der neun Landesrundfunkanstalten der ARD. Er entstand 1956, als sich der NWDR in den NDR und den WDR aufteilte. Die Sendeanstalt hat sechs Radioprogramme und einen Fernsehsender, zu dessen bekanntesten Programmen unter anderem das Politmagazin „Monitor“, die „Sportschau“ oder das Kinderangebot „Die Sendung mit der Maus“ gehören. Laut eigenen Angaben ist der Sender nach Anzahl der Beschäftigten das zweitgrößte Medienunternehmen Europas hinter der BBC. Laut der Media-Analyse (ma Audio 2025 II) erreichen alle Radiosender des WDR zusammen rund 8 Millionen Zuhörer:innen jeden Tag. Der Webauftritt des WDR hatte im Juli 2025 laut Similarweb rund 13 Millionen Besuche zu verzeichnen.
WESTDEUTSCHER RUNDFUNK (WDR)
Lars Fuchs