Die Verteidigung ist nationale Angelegenheit

Wahlprogramm AfD
20.05.2021 2 Stunden deutsch
AFD
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DIE PERSPEKTIVE IN 30 SEKUNDEN

Wer entschieden gegen ein militärpolitisches Engagement auf EU-Ebene ist, aber Militarisierung auf nationaler Ebene begrüßt, der/die könnte sich bei der Afd wohlfühlen. Da die Afd in ihrem Wahlprogramm ohnehin den „Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union“ fordert, ist sie selbstverständlich gegen eine europäische Armee. Die Haltung der Partei entspricht dem Statement ihres stellvertretenden Bundessprechers Georg Pazderski: „Jeder souveräne Staat muss seinen angemessenen Beitrag zur Sicherheit Europas leisten.“

Die Afd distanziert sich weniger von der NATO als von der EU. Es sei „im deutschen Interesse, die europäische Säule der NATO zu stärken“. Wie aus Aussagen Pazderskis hervorgeht, ist mit diesem Bekenntnis vor allem eine Anerkennung des Ziels impliziert, „mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung auszugeben“.

Die Pläne einer europäischen Armee lehnt die Afd aber nicht nur wegen ihrer nationalistischen Haltung ab. Laut Pazderski sei man überzeugt, dass die NATO in der Lage ist, Europa zu verteidigen. Dies hätten gemeinsame Truppenübungen gezeigt. Daher brauche es keine „kostspieligen Doppelstrukturen“.