Perspektive

zur Debatte vom 02. März 2026
Ist der Angriff von den USA und Israel auf den Iran gerechtfertigt?
Pro

Völkerrechtliche Belehrungen helfen nicht weiter: Der Angriff ist auch im deutschen Interesse

Die Perspektive in 30 Sekunden

hält den US-israelischen Angriff auf den Iran für gerechtfertigt – und auch im deutschen Interesse. „Völkerrechtliche Belehrungen helfen niemandem weiter“, findet der stellvertretende Chefredakteur für die deutsche Ausgabe der überregionalen Schweizer Tageszeitung NEUE ZÜRCHER ZEITUNG (NZZ).

Freidel räumt zwar ein, dass der Angriff möglicherweise nicht vom Völkerrecht gedeckt ist. Allerdings verweist er ebenso darauf, dass der Iran die Region in den vergangenen Jahren destabilisiert und Terrorgruppen unterstützt habe. Auch in Deutschland sei gerade erst ein mutmaßlicher iranischer Spion verhaftet worden, so Freidel.

Darüber hinaus könnte durch den Militärschlag gegen den Iran auch Russland geschwächt werden. Freidel verweist dabei auf die militärische Unterstützung Teherans für Russland im Ukrainekrieg. „Für Deutschland als größten Geldgeber der Ukraine ist der Angriff deshalb mittelbar von Nutzen“, argumentiert Freidel und zeigt damit Verständnis für den Angriff.

Anmerkung der Redaktion

ist Politikjournalist und stellvertretender Chefredaktor im Berliner Büro der NEUEN ZÜRCHER ZEITUNG (NZZ). Zu seinen Schwerpunktthemen gehört die Energiepolitik. Zuvor hat Freidel für die FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG geschrieben sowie in der Nachrichtenredaktion der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG (FAZ) mitgewirkt. Dort hat er auch sein Volontariat absolviert. Freidel hat Geschichte und Germanistik in Freiburg im Breisgau und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert.

Die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG (NZZ) ist eine Schweizer Tageszeitung mit Hauptsitz in Zürich, die 1780 gegründet wurde. Seit 2017 richtet die NZZ ihren Fokus verstärkt auf den deutschen Markt und hat mittlerweile eine Berliner , die eine eigenständige Deutschland-Ausgabe gestaltet. Sie gilt als etabliertes Leitmedium im deutschsprachigen Raum sowie in der Schweiz. Die NZZ wird von EUROTOPICS als liberal-konservativ bezeichnet und hat nach eigener Angabe eine „freisinnig-demokratische“ Ausrichtung. Die NZZ gilt seit langem als das publizistische Sprachrohr des liberalen Bürgertums in der Schweiz und steht der Schweizer FDP politisch am nächsten. Der Medienwissenschaftler Uwe Krüger sieht sie als konservativ, liberal und bürgerlich. Seit 2015 Chefredakteur wurde, spricht unter anderem der DEUTSCHLANDFUNK von einem „Rechtsrutsch“ in der Berichterstattung. Der NDR befindet, Gujer habe die „NZZ um typisch rechtskonservative Themen und Meinungen erweitert“. Der Jurist und Medienethiker Luis Paulitsch ordnete die NZZ im Jahr 2025 den Mainstream-Medien zu, die teilweise Begriffe oder Feindbilder aus rechtsalternativen Medien aufgreifen und sich inhaltlich daran annähern. Die verkaufte Auflage der NZZ liegt laut aktuellen Zahlen (WEMF 2025) bei 53.771 Exemplaren (werktäglich). Die Zeitung erreicht eine Leserschaft von rund 236.000 Personen. Auf ihrer Webseite erreichte die NZZ im März 2026 laut Similarweb rund 15,4 Millionen Aufrufe. Die NZZ gehört der NZZ-Mediengruppe, die außer ihr weitere Schweizer Titel besitzt.

Originalartikel
Der Angriff auf Iran ist im deutschen Interesse. Völkerrechtliche Belehrungen helfen niemandem weiter
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG (NZZ)Morten Freidel
02.03.2026 · 2 Minuten · Deutsch
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