Perspektive

zur Debatte vom 22. April 2026
Ist es richtig, dass die Bundeswehr an Schulen auftritt?
Hintergrund

Wenn ein Offizier im Klassenzimmer steht: So laufen die Schulbesuche der Bundeswehr ab

Die Perspektive in 30 Sekunden

In Zeiten internationaler Krisen verstärkt die Bundeswehr ihre Besuche an deutschen Schulen. In einem Bericht für die öffentlich-rechtliche TAGESSCHAU schildert Redakteurin , wie solche Schulbesuche ablaufen und welche Fragen Schüler:innen dabei beschäftigen.

So kommen die Jugendoffiziere grundsätzlich nur an die Schulen, wenn sie explizit eingeladen werden, berichtet die TAGESSCHAU. Die Teilnahme an den Besuchen im Klassenzimmer sei für die Schüler:innen freiwillig. Die Bundeswehr tritt dabei nach eigenen Angaben nicht als Arbeitgeber auf: Werbung sei untersagt, vielmehr gehe es um Information über sicherheitspolitische Fragen.

Im Unterricht stehen vor allem persönliche und moralische Fragen im Mittelpunkt. Schüler:innen beschäftigen sich laut Buckenmaiers Beobachtungen mit möglichen Kriegsszenarien, dem Dienst an der Waffe und der eigenen Rolle im Ernstfall. Dabei werde deutlich, dass viele unsicher sind, ob sie bereit wären, Verantwortung zu übernehmen oder Gewalt auszuüben. Gleichzeitig nehmen sie aktuelle Konflikte – etwa im Nahen Osten – als unmittelbar bedrohlich wahr.

Zugleich zeigt der Bericht eine gewisse Distanz zur Bundeswehr. Interesse an einem freiwilligen Dienst äußere kaum jemand. Stattdessen formulieren die Jugendlichen Erwartungen an die Politik: Sie wünschen sich laut Bericht mehr Klarheit darüber, welche Rolle sie im Krisenfall spielen würden und wie der Staat sie darauf vorbereitet.

Anmerkung der Redaktion

 ist Journalistin. Aktuell arbeitet sie für das ARD-Hauptstadtstudio in Berlin. Von 2021 bis 2022 hat sie das Studio in Washington geleitet, wo sie zuvor seit 2017 als Korrespondentin war. Buckenmaier war bereits vertretungsweise für das ARD-Studio London tätig, hat das ARD-Studio Stockholm und die Auslandsredaktion vom NDR in Hamburg geleitet. Sie hat Politikwissenschaften und Germanistik in Tübingen und Frankfurt am Main studiert und kam direkt im Anschluss zum NDR.

Das Online-Nachrichtenportal TAGESSCHAU.DE wurde 1996 veröffentlicht und diente zunächst als begleitendes Infoportal zur gleichnamigen Nachrichtensendung und anderen Nachrichtenangeboten von ARD AKTUELL. Die TAGESSCHAU ist ein öffentlich-rechtliches Angebot der ARD und unterliegt damit den Auflagen des Rundfunkstaatsvertrags. Heute ist TAGESSCHAU.DE eine der meistaufgerufenen Informationsplattformen, zudem gibt es eine Nachrichten-App und Social-Media-Kanäle. Chefredakteur der TAGESSCHAU ist Marcus Bornheim, das Online-Angebot leitet Juliane Leopold. Gemäß Similarweb hatte die Website im März 2026 rund 83,7 Millionen Aufrufe. Im Jahr 2025 betrug die Einschaltquote bei der Hauptausgabe täglich rund 9,6 Millionen Zuschauer:innen. Damit bleibt die TAGESSCHAU die meistgesehene Nachrichtensendung Deutschlands. Seit 2017 ist über die Website auch das Onlineportal FAKTENFINDER aufrufbar, das Falschinformationen sammelt und einordnet.

Originalartikel
Wenn ein Offizier im Klassenzimmer steht
TAGESSCHAU.DEClaudia Buckenmaier
03.04.2026 · 3 Minuten · Deutsch
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