Perspektive

zum Tagesthema vom 17. September 2021
„Manipuliert, beleidigt – und gewonnen“: Gemischte Reaktionen auf Einigung im Bahnkonflikt
Kritik

Weselsky zeigt, wie wenig ihm die Beschäftigten bedeuten

Die Perspektive in 30 Sekunden

Nachdem sich die Lokführer:innen von der GDL mit der Bahn geeinigt haben, soll der neue Tarifvertrag auch für die Konkurrenzgewerkschaft EVG gelten. GDL-Chef findet das nicht gut und sagte: „Wir geben Millionen aus, gehen in den Streik, lassen uns beschimpfen, und am Ende des Tages dürfen wir zuschauen, wie der Tarifabschluss den anderen hinterhergetragen wird.“

In den Augen von T-ONLINE-Redakteur hat der GDL-Chef Claus Weselsky damit sein wahres Gesicht gezeigt und bewiesen, wie wenig ihm die Beschäftigten bedeuten. Er glaubt nicht, dass es Weselsky um bessere Arbeitsbedingungen oder höhere Löhne ging: „Nein, für Weselsky stand allein die Gier nach Macht im Fokus.“

Laut Kloft hat Weselsky mit seinem „Ego-Trip“ der vergangenen Streiks bloß versucht, die Beschäftigten, die bei der EVG Mitglied sind, zu sich zu bewegen – in der Hoffnung, durch mehr Mitglieder und mehr Beiträge im internen Gewerkschafts-Zwist zu überleben. Die einzige gute Nachricht sieht der T-ONLINE-Redakteur darin, dass Weselsky bald in Rente gehen werde. „Der Schaden für die GDL jedoch, den er hinterlassen wird, ist kaum wieder gut zu machen.“

Anmerkung der Redaktion

ist Journalist und arbeitet seit Juni 2024 wieder beim Nachrichtenportal T-ONLINE, bei dem er zuvor seit 2020 als Finanzredakteur arbeitete und am Aufbau des Wirtschaftsressorts beteiligt war. 2024 startete er als leitender Redakteur im Ressort Politik & Wirtschaft, seit November leitet er als Elternzeit-Vertretung das Ressort. Ab 2020 war er für ca. zwei Jahre beim Berliner Finanzdienstleister und der ehemaligen Bank Bergfürst für den Aufbau einer Finanzredaktion zuständig.
Der studierte Volkswirt und Politikwissenschaftler hat die Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft besucht und anschließend zunächst als freier Journalist gearbeitet.

T-ONLINE ist ein deutsches Nachrichtenportal. Es wurde 1995 von der Deutschen Telekom als Onlinedienst gegründet. Seit 2017 entstehen die Inhalte in der Zentralredaktion Berlin unter Chefredakteur , der früher SPIEGEL ONLINE leitete. Neben der Nachrichtenplattform ist T-ONLINE auch Anbieter für E-Mail-Adressen und den Telekom-Kundenservice. Während Kundenservice und E-Mail-Adressen zur Telekom gehören, ist das Nachrichtenportal seit 2015 Teil des Medienunternehmens Ströer, welches die umgehend umstrukturierte. Ziel ist es laut dem Branchen-Magazin MEEDIA, die Plattform „vom ehemaligen Beiprodukt zum hochkarätig besetzten Nachrichtenportal“ umzubauen. Heute veröffentlicht T-ONLINE eine Mischung aus redaktionellen und werblichen bzw. Service-Inhalten, Nachrichten, Meinungen und Erklärformaten zum aktuellen Weltgeschehen in verschiedenen Rubriken. Chefredakteur Harms schrieb 2024, T-ONLINE rechne sich „keinem politischen oder weltanschaulichen Lager zu“, sondern wolle die Mitte der Gesellschaft repräsentieren – „natürlich stets auf dem Boden der demokratischen, freiheitlichen und rechtsstaatlichen Grundordnung“. 2020 berichtete MEDIENINSIDER über einen hohen Arbeitsdruck in der Redaktion und kritisierte einen Rückgang weiblicher Führungskräfte. 2023 berichtete BUSINESS INSIDER, dass die Nachrichtenseite zwar ungewöhnlich gewinnbringend sei, viele Beschäftigte aber niedrige Gehälter und fehlende Erhöhungen kritisierten. Die Website von T-ONLINE wurde im März 2026 laut Similarweb 124,4 Millionen Mal aufgerufen. Ein Großteil des Traffics kommt allerdings über den E-Mail-Service von T-ONLINE zustande. T-ONLINE gehört dem Unternehmen Ströer SE & Co. KG aA, das zu 40 % seinen beiden Gründern gehört. Weitere Anteile gehören Investmentgesellschaften und der JP Morgan Chase Bank, einer der größten US-Banken.

Originalartikel
Jetzt lässt Weselsky seine Maske fallen
T-ONLINEMauritius Kloft
16.09.2021 · 1 Minute · Deutsch
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