Perspektive

zur Debatte vom 10. Dezember 2025
Taugt China als echtes Vorbild bei der Klimapolitik?
Hintergrund

Wie es in China um den Klimaschutz steht

Die Perspektive in 30 Sekunden

Die Journalistin hat für das öffentlich-rechtliche Programm des ZDF zusammengestellt, warum China ein entscheidender Akteur im globalen Klimaschutz ist. Einerseits stößt Land der mehr CO₂ aus als alle anderen Staaten. Gleichzeitig gibt es auch groß angelegte Bemühungen für den Klimaschutz. „Inzwischen ist China auch Vorreiter in Sachen grüner Technologie“, so Schmidt.

Faktisch ist China heute mit circa 30 Prozent an den weltweiten CO₂-Emissionen beteiligt und somit an erster Stelle, berichtet Schmidt. Auch vom gesamten historischen CO₂-Ausstoß seit Beginn der Industrialisierung ist China mittlerweile für gut 12 Prozent verantwortlich und landet hier auf dem dritten Platz aller Staaten weltweit.

Die Führung in Peking erkennt der Autorin zufolge aber im Gegensatz zu anderen großen Verschmutzern den menschengemachten Klimawandel an und sieht sich deshalb in der Verantwortung, das Klima zu schützen. Das liegt demnach zum Teil auch an den massiven Folgen, die das Land selbst zum Beispiel durch die Luftverschmutzung spüren musste. So hat China etwa das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet und das Ziel, bis 2060 klimaneutral zu sein, führt Schmidt aus.

Bei konkreten internationalen Verpflichtungen zum Klimaschutz bleibe die chinesische Regierung aber oft undeutlich. Geht es etwa um finanzielle Unterstützung für Entwicklungsländer, weist sie etwa regelmäßig auf die historische Verantwortung der Industrieländer für die globale Erwärmung hin und verweigert eigene Unterstützung, berichtet Schmidt.

Anmerkung der Redaktion

ist eine für das ZDF tätige Journalistin. Ihr Volontariat absolvierte sie beim Fernsehsender SAT.1 und arbeitete anschließend in der Wirtschaftsredaktion von N-TV und im ZDF-Morgenmagazin. Außerdem betreibt sie einen eigenen Blog, auf sie über ihre Arbeit beim Fernsehen sowie über das aktuelle Zeitgeschehen, Literatur, Politik und mehr schreibt. Ebenso schuf sie Filme über die wirtschaftliche Entwicklung Kubas und über Polens Weg von der Sowjetunion zum Westen.

ZDF.DE ist die Onlinepräsenz des öffentlich-rechtlichen ZWEITEN DEUTSCHEN FERNSEHENS (ZDF). Das ZDF ist eine der größten Sendeanstalten in Europa und hat seinen Sitz in Mainz. Intendant ist , Chefredakteurin ist Bettina Schausten. Das ZDF wurde 1963 gegründet. Als Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks finanziert sich der Sender vor allem über den Rundfunkbeitrag und ist per Programmauftrag dazu verpflichtet, objektiv und ausgewogen zu berichten. Die Finanzlage des Senders ist öffentlich frei einsehbar. Der Einfluss der ZDF-Aufsichtsgremien (Fernsehrat, Verwaltungsrat), die hochrangig politisch besetzt sind, gilt als stark. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2014 darf im Verwaltungsrat maximal ein Drittel der Mitglieder „staatsnah“ besetzt sein, derzeit sind das unter anderem der sachsen-anhaltinische Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), der baden-württembergische Ministerpräsident (Grüne) und die mecklenburg-vorpommersche Ministerpräsidentin Manuela Schleswig (SPD). Diese Drittelquote wird teilweise immer noch als zu hoch kritisiert, da der öffentlich-rechtliche Rundfunk laut eigenem Auftrag explizit unabhängig vom Staat sein sollte. Laut dem Institut für Medien- und Kommunikationspolitik orientiert sich der Sender medienpolitisch an der britischen BBC und setzt verstärkt auf eine Präsenz im Internet. Die dauerhafte Herausforderung des ZDFs ist seit Jahren dennoch die Bindung jüngerer Publikumsschichten. Der Sender beteiligt sich an den TV-Programmen KIKA, 3SAT, ARTE und PHOENIX. Die Websites des ZDF und des ZDFHEUTE zusammen verzeichneten im März 2026 48,5 Millionen Aufrufe (Quelle: Similarweb).

Originalartikel
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ZDFEva Schmidt
14.12.2025 · 2 Minuten · Deutsch
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