Perspektive
zur Debatte vom 19. Dezember 2025
Sollten sogenannte Problemwölfe schneller abgeschossen werden dürfen? Hintergrund
Wölfe und Jagd: So ist die Lage in Deutschland
Die Perspektive in 30 Sekunden
Auf der Website der Jagdzeitschrift PIRSCH hat der Agrarpolitik-Ressortleiter Josef Koch vom BAYERISCHEN LANDWIRTSCHAFTLICHEN WOCHENBLATT alle Informationen über die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht zusammengefasst. Laut dem Deutschen Jagdverband (DJV) soll der Abschuss von Jungwölfen in einem festgelegten Zeitraum in Kombination mit einer ganzjährigen Entnahme von Problemwölfen dafür sorgen, dass Wolfpopulationen kontrolliert und Herden geschützt werden.
Am Mittwoch hat das Bundeskabinett die Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz beschlossen, berichtet Koch. In Kraft treten soll die neue Regelung ihm zufolge im Frühjahr 2026. Vorausgegangen ist dem neuen Gesetz die Herabstufung des Schutzstatus vom Wolf durch die Europäische Union: von „streng geschützt“ auf „geschützt“. Laut PIRSCH bezieht sich der Gesetzbeschluss auf das regionale Bestandsmanagement. Das bedeutet: In Regionen mit hohen Wolfszahlen können Wölfe geschossen werden, um den Bestand zu kontrollieren.
Außerdem habe man den rechtssicheren Abschusses von sogenannten „Problemwölfen“ vereinfacht – also Wölfen, die etwa Herden oder Jagdhunde angegriffen haben, so Koch. Geschossen werden dürfen demnach mit Ausnahme von Problemwölfen nur Jungtiere. Dadurch werde die Rudelstruktur erhalten, argumentiert etwa der DJV. Die Jagdzeit sei vom 1. Juli bis 31. Oktober vorgesehen – denn während dieser Zeit seien die Jungtiere klar von den Alttieren zu unterscheiden, erklärt Koch. Nach fünf Jahren wolle die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag berichten, inwieweit sich die Regelungen bewährt haben.
Anmerkung der Redaktion
Josef Koch ist Online- und Printredakteur sowie Leiter des Agrarpolitik-Ressorts des BAYERISCHEN LANDWIRTSCHAFTLICHEN WOCHENBLATTS. Für die Zeitung ist er seit 2020 tätig. Zuvor hat er für den Deutschen Landwirtschaftsverlag bei AGRARHEUTE.COM und dem früheren DLZ AGRARMAGAZIN gearbeitet. Koch kommt von einem Bauernhof in Unterfranken und hat in Weihenstephan Agrarwissenschaften studiert.
PIRSCH ist ein Jagdmagazin, welches vor allem Artikel rund um die Themen Jagdpraxis, Jagdausrüstung und Wildkunde veröffentlicht. Herausgegeben wird das Magazin vom Deutschen Landwirtschaftsverlag. Die Online-Präsenz des Magazins ist die Website PIRSCH.DE. Die Printausgabe erscheint 22 Mal jährlich. Die erste Ausgabe ist im Jahr 1948 erschienen. 1973 kam es dann zur Eingliederung der ältesten deutschen Jagdzeitschrift, DER DEUTSCHE JÄGER, welche seit 1879 erschienen ist. Die Redaktion von PIRSCH sitzt in München und die Hauptverbreitung des Magazins ist im süddeutschen Raum. Chefredakteur ist seit September 2020 Martin Weber. Nach Angaben der IVW lag die Verbreitung des Magazins im dritten Quartal 2025 bei 22.638 Exemplaren.
Originalartikel
Jagd auf den Wolf: Was Jäger jetzt wissen müssen
PIRSCH
Josef Koch 17.12.2025 ·
5 Minuten ·
Deutsch
Die Buzzard-Expert:innen haben diesen Artikel aus über 2.000 Medien für dich recherchiert und zusammengefasst, damit du in kurzer Zeit einen möglichst umfassenden Blick auf das Thema bekommst.
Mehr...
Zum Artikel