Tagesthema

Nächste Late-Night-Show abgesetzt

Kirk-Attentat entfacht einen Kulturkampf um Meinungsfreiheit – nicht nur in den USA

Tagesthema - 19.09.2025 | 6 Perspektiven

Seit dem Attentat auf den rechtskonservativen MAGA-Influencer Charlie Kirk in der Vorwoche überschlagen sich in den USA die Ereignisse. Jüngste Entwicklung: Am Donnerstag hat der Sender ABC seinen Late-Night-Star Jimmy Kimmel aus dem Programm genommen – nach massivem Druck von US-Präsident Donald Trump.

Die Late-Night-Shows in den USA gelten als wichtige Gegenstimmen zur Regierung. Kimmel hatte in seiner Show den mutmaßlichen Kirk-Attentäter in die Nähe von Trumps MAGA-Bewegung gesetzt und der Regierung vorgeworfen, seinen Tod politisch auszuschlachten. Dabei ist Kimmel kein Einzelfall: Bereits im Juli hat der Sender CBS das Ende der Late-Night-Show des Trump-Kritikers Stephen Colbert angekündigt. Auch die verbliebenen Late-Night-Comedians Jimmy Fallon und Seth Meyers sind bereits ins Visier geraten. Seit Trumps Amtsübernahme geraten Meinungs- und Pressefreiheit somit immer mehr unter Druck. Als Reaktion auf den Regierungskurs wollen die US-Demokraten jetzt einen Gesetzentwurf zum Schutz der Meinungsfreiheit in den Kongress einbringen.

In Deutschland war Kirk vor seinem Tod weitgehend unbekannt. Dennoch nehmen auch hierzulande die Kontroversen um seine Person und die Meinungsfreiheit an sich zu. Die ZDF-Moderatorin bekam wegen ihrer Anmoderation zum Attentat auf Charlie Kirk unter anderem Morddrohungen. Sie zieht sich deshalb vorerst aus den sozialen Medien zurück.

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