Debatte
Goethe und Schiller light: Geht mit vereinfachten Klassikern im Schulunterricht kritisches Denken verloren?
„Habe nun, ach! Philosophie,/ Juristerei und Medizin/ und leider auch Theologie/ durchaus studiert, mit heißem Bemühn./ Da steh ich nun, ich armer Tor,/ und bin so klug als wie zuvor!“
Die berühmten Verse aus Goethes „Faust“ gehören zum festen Bestandteil des Deutschunterrichts im Land. Doch nicht nur die Originale sind im Schulunterricht im Einsatz, sondern auch leichter verständliche Versionen. Anfang des Jahres sorgte ein Bericht im Berliner TAGESSPIEGEL für Aufsehen. Demnach sollen auch immer mehr Gymnasien im Unterricht auf vereinfachte Versionen von Literaturklassikern zurückgreifen. Das hat eine Debatte über heutige Anforderungen im Bildungsbetrieb in Gang gesetzt.
In Deutschland gibt es verschiedene Verlage, die Literatur in vereinfachter Sprache anbieten, nicht nur für den Schulunterricht. Dabei werden unteren anderem Texte gekürzt, Begriffe erklärt oder auch mit ganzseitigen Abbildungen aufgelockert. Viele sehen darin eine Möglichkeit, schwierige Literatur leichter zugänglich zu machen und die Lust am Lesen zu fördern. Das komme nicht nur Menschen mit Lernschwierigkeiten entgegen, sondern auch Nicht-Muttersprachlern.
Doch ebenso mischen sich darin Zweifel, vor allem, wenn Werke in vereinfachter Sprache im Schulunterricht verwendet werden. Dabei wird unter anderem die Frage diskutiert, wohin es führt, wenn die Anforderungen im Schulbetrieb immer weiter gesenkt werden. Vor allem konservative Kreisen sehen darin eine bedenkliche Entwicklung. Andere plädieren hingegen für mehr Gelassenheit. So stellt sich die Frage: Geht mit vereinfachten Literaturklassikern im Schulunterricht kritisches Denken verloren?
Arbeitsblätter von Klett:
Arbeitsblatt: Goethe und Schiller light: Geht mit vereinfachten Klassikern im Schulunterricht kritisches Denken verloren? (Textdokument)
Arbeitsblatt: Goethe und Schiller light: Geht mit vereinfachten Klassikern im Schulunterricht kritisches Denken verloren? (editierbares PDF)
Kopiervorlage: Placemat-Methode (PDF)
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