Debatte
Sollte man soziale Medien wie TikTok, Instagram & Co. für Jugendliche unter 16 Jahren verbieten?
Die schädlichen Folgen von zu viel Social-Media-Konsum sind durch Studien hinlänglich bekannt – vor allem für Kinder und Jugendliche. Daher gewinnt die Diskussion um ein mögliches Verbot sozialer Medien für diese Altersgruppe in Deutschland zunehmend an Fahrt. In der Diskussion ist dabei vor allem ein Verbot dieser Medien bis zum 16. Lebensjahr.
Vor Kurzem erst hat Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) die Wirkung von Instagram und TikTok auf das Gehirn mit der von Heroin verglichen und sich für eine Altersgrenze ausgesprochen. Zuletzt hat auch die Deutsche Akademie der Wissenschaften Leopoldina darauf hingewiesen, dass ein großer Anteil der Jugendlichen in Deutschland ein suchtartiges Nutzungsverhalten zeigt – mit Anzeichen von Kontrollverlust, Vernachlässigung anderer Aktivitäten und messbaren psychischen Belastungen wie Angststörungen und Depressionen. In der Bevölkerung gibt es daher laut Umfragen durchaus Rückhalt für eine Altersgrenze; auch eine Mehrheit der Jugendlichen selbst ist dafür.
Australien hat diesen Weg bereits beschritten und wird gerne als Vorbild herangezogen. Kritische Stimmen zweifeln hingegen daran, dass sich ein Verbot kontrollieren lässt. Sie sprechen sich vielmehr dafür aus, Kindern und Jugendlichen einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Medien beizubringen. So stellt sich die Streitfrage: Reicht das aus? Oder sollte man soziale Medien wie TikTok, Instagram & Co. für unter 16-Jährige verbieten?
Die wichtigsten Perspektiven
Pro
Contra
WIRTSCHAFTSWOCHE (WIWO)
Henrike Adamsen
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG (FAZ)
SÜDWESTRUNDFUNK (SWR)
OLDENBURGER ONLINEZEITUNG