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Perspektive

zur Debatte vom 01. September 2021
🗳 Sollte das Rentenalter erhöht werden?
ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN

Wir können uns eine Rente mit 65 schlichtweg nicht leisten

Die Perspektive in 30 Sekunden

N-TV.DE fasst die Meinung des Wirtschaftsexperten Oliver Holtemüller zum Renteneintrittsalter zusammen. Die Anhebung des Renteneintrittsalters würde bei gesellschaftlichen Problemen Abhilfe schaffen, findet er.

Dass die Bevölkerung Deutschlands altert und gleichzeitig schrumpft, sei ein Problem für die Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft. Im Endeffekt wirkt sich das stark auf die Rentenversicherung aus. „Es dürften künftig etwa 400.000 mehr Menschen den Arbeitsmarkt verlassen, als junge Erwerbstätige hinzukommen – pro Jahr“, zeigt der Wirtschaftsexperte auf. Das bedeute, dass immer mehr Menschen Rente beziehen, immer weniger Menschen jedoch in die Rentenkasse einzahlen. Um diese Lücke aufzufüllen, sei die Anhebung des Rentenalters „eine wichtige Stellschraube“.

Nutze man diese Stellschraube nicht, sei die Konsequenz, dass andere Staatsausgaben unter den Ausgaben des Bundeshaushalts für die Rentenversicherung leiden. Das bedeutet, dass der Staat zum Beispiel weniger in die Krankenversicherung investieren kann, weil er die Rente stark bezuschussen muss. Das hält Holtemüller für die falsche Priorisierung.

Anmerkung der Redaktion

Prof. Dr. Oliver Holtemüller ist Professor für Volkswirschaftslehre an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er ist außerdem der stellvertretende Präsident des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Halle und dortiger Leiter der Forschungsabteilung zum Thema Makroökonomik. Das Leibniz-Institut wird vom Bund und den Ländern finanziert und verfolgt dementsprechend gemeinnützige und wissenschaftliche Zwecke. Holtemüller hat Volkswirtschaftslehre, Angewandte Mathematik und Praktische Informatik an der Justus-Liebig-Universität Gießen studiert. Die überregionale Tageszeitung FAZ führte in 2016 auf der Rangliste der einflussreichsten Ökonomen auf Platz 50 auf.

N-TV.de ist das Online-Portal des deutschen Fernsehsenders N-TV. Dieser ist ein von der N-TV Nachrichtenfernsehen GmbH betriebener privater deutscher Fernsehsender mit Sitz in Köln. Er ist 1992 als erster deutscher Nachrichtensender von Peter Staisch in Berlin gegründet worden. Seit 2006 gehört N-TV zur Mediengruppe RTL Deutschland. Seine drei Hauptprogrammsäulen sind Nachrichten, Wirtschaft und Talk. Der Sender hat einen hohen Live-Anteil, aber auch Dokumentationen, Reportagen, Wissens- und Lifestylemagazine sowie Sportsendungen im Programm. Der Nachrichtensender bietet seine Inhalte auf zahlreichen Plattformen an. Laut eigenen Angaben hatte N-TV.de im ersten Quartal 2023 224,56 Millionen Besuche und gehört damit zu den größten Medienseiten Deutschlands. Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG skizziert N-TV als „seriösen Gegenakzent“ zu den quotenstarken Unterhaltungsformaten, mit denen RTL den Markt in Deutschland beherrsche. Als privater Fernsehsender ist N-TV werbefinanziert. Die linear übertragenen N-TV Nachrichten waren stand Juni 2025 das meist geschaute private Programm mit 2,005 Mio. Views. Das Online-Portal N-TV.de gehörte 2020 laut der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (Agof) zu den fünf meist aufgerufenen Medienmarken. Das Online-Magazin DWDL berichtet von einem Zuwachs von 137 Prozent im COVID-19-Jahr 2020. Laut Agof hatte das digitale Gesamtangebot von N-TV im Juni 2022 21,91 Millionen einzelne Nutzer:innen zu verzeichnen. Die Redaktionsleitung haben Tilman Aretz und Hanno Hall inne.

Originalartikel
Wirtschaftsexperten fordern Rente mit 69
N-TVOliver Holtemüller
15.04.2021 · 1 Minute · deutsch
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