Debatte
🗳 Sollte das Rentenalter erhöht werden?
Fast 50 Jahre arbeiten: Für Menschen, die schon früh ins Berufsleben einsteigen, könnte das Realität werden. Denn der Druck auf die Rentenkassen steigt: Wegen des demographischen Wandels gibt es in Deutschland immer mehr ältere Menschen, die Renten beziehen. Gleichzeitig zahlen immer weniger junge Menschen in die Rentenkasse ein, weil weniger Menschen geboren werden. Auf absehbare Zeit ist deshalb immer weniger Geld in unserer Rentenkasse. Um diese Lücke zu füllen, fordern viele Politiker:innen, dass Menschen länger in die Rentenkasse einzahlen sollen. Bedeutet: Länger sozialversicherungspflichtig arbeiten. Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird seit 2007 deshalb stetig erhöht.
Bis 2030 soll das Renteneintrittsalter auf 67 gesteigert werden. Dass Menschen dadurch länger in die Rentenkasse einzahlen, soll die Kasse füllen und das Loch des demographischen Wandels stopfen. Nicht alle Parteien finden die Idee gut. Hauptstreitpunkt ist dabei die Tatsache, dass ein menschlicher Körper ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr fähig ist, zu arbeiten. Ein längeres Leben bedeutet also nicht zwingend längere Arbeitsfähigkeit, besonders für Menschen, die körperliche Arbeit verrichten. Obendrein sind es oft diese Berufe, in denen Menschen ohnehin schon ein niedriges Einkommen und niedrige Renten beziehen. Unterstützer:innen des späteren Renteneintritts betonen, dass ansonsten während des Arbeitslebens noch mehr in die Rentenkasse abgegeben werden müsste.
Welche Parteien sprechen sich für eine spätere
Die wichtigsten Perspektiven
ARGUMENTE AUS DEN MEDIEN
DIE POSITIONEN DER PARTEIEN
Wir brauchen die Rente mit 67
„Wir lehnen eine Anhebung ab"
Die Entscheidung gehört in die Hand des Einzelnen
Nicht erhöhen, sondern flexibilisieren
Die Erhöhung des Rentenalters ist unverantwortlich
REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND (RND)
Tobias Peter
AUGSBURGER ALLGEMEINE
N-TV
DIE TAGESZEITUNG (TAZ)