Perspektive

zur Debatte vom 07. Dezember 2025
Sollten Lieder und Leben des Rappers Haftbefehl im Schulunterricht behandelt werden?
Pro

Es geht darum, Inhalte zu verstehen und kritisch zu hinterfragen

Die Perspektive in 30 Sekunden

Laut wollen junge Menschen Bildung, die ihre und Sprache einbezieht. Der Lehrer und Bildungsinfluencer spricht sich beim Nachrichtenportal T‑ONLINE daher klar dafür aus, Texte des Rappers Haftbefehl im Unterricht zu behandeln.

Laut Blume geht es in der Schule nicht darum, Vorbilder zu zeigen, sondern Inhalte zu verstehen und kritisch zu hinterfragen. Sonst dürfe man beispielsweise auch keine nationalsozialistischen Reden behandeln. Bildung sei „nicht das Weglassen, sondern das Einbetten und Verstehen“, so Blume, der laut eigener Aussage als junger Lehrer selbst untersucht hat, was Rap für den Unterricht leisten kann.

Haftbefehl muss und sollte man laut Blume nicht glorifizieren. Für den Lehrer ist Haftbefehl auch kein Vorbild – sondern vielmehr ein Spiegel. Seine Kunst zeigt ihm zufolge einfach eine Realität, die existiert. „Wer die verändern will, muss sie verstehen“, so Blume. „Wer sie verstehen will, muss sie zuerst hören und analysieren.“

Anmerkung der Redaktion

 ist deutscher Lehrer, Sachbuchautor, Blogger und Bildungsinfluencer. Er beschäftigt sich mit digitaler Bildung, Unterrichtsgestaltung und dem Referendariat und ist Autor von „10 Dinge, die ich an der Schule hasse“ sowie „Warum noch lernen?“. Blume produziert die Podcasts „Die Schule brennt“ und „Familienrat“ mit Katia Saalfrank und wurde unter anderem als „Blogger des Jahres“ und „Young Thinker“ ausgezeichnet.

T-ONLINE ist ein deutsches Nachrichtenportal. Es wurde 1995 von der Deutschen Telekom als Onlinedienst gegründet. Seit 2017 entstehen die Inhalte in der Zentralredaktion Berlin unter Chefredakteur , der früher SPIEGEL ONLINE leitete. Neben der Nachrichtenplattform ist T-ONLINE auch Anbieter für E-Mail-Adressen und den Telekom-Kundenservice. Während Kundenservice und E-Mail-Adressen zur Telekom gehören, ist das Nachrichtenportal seit 2015 Teil des Medienunternehmens Ströer, welches die umgehend umstrukturierte. Ziel ist es laut dem Branchen-Magazin MEEDIA, die Plattform „vom ehemaligen Beiprodukt zum hochkarätig besetzten Nachrichtenportal“ umzubauen. Heute veröffentlicht T-ONLINE eine Mischung aus redaktionellen und werblichen bzw. Service-Inhalten, Nachrichten, Meinungen und Erklärformaten zum aktuellen Weltgeschehen in verschiedenen Rubriken. Chefredakteur Harms schrieb 2024, T-ONLINE rechne sich „keinem politischen oder weltanschaulichen Lager zu“, sondern wolle die Mitte der Gesellschaft repräsentieren – „natürlich stets auf dem Boden der demokratischen, freiheitlichen und rechtsstaatlichen Grundordnung“. 2020 berichtete MEDIENINSIDER über einen hohen Arbeitsdruck in der Redaktion und kritisierte einen Rückgang weiblicher Führungskräfte. 2023 berichtete BUSINESS INSIDER, dass die Nachrichtenseite zwar ungewöhnlich gewinnbringend sei, viele Beschäftigte aber niedrige Gehälter und fehlende Erhöhungen kritisierten. Die Website von T-ONLINE wurde im März 2026 laut Similarweb 124,4 Millionen Mal aufgerufen. Ein Großteil des Traffics kommt allerdings über den E-Mail-Service von T-ONLINE zustande. T-ONLINE gehört dem Unternehmen Ströer SE & Co. KG aA, das zu 40 % seinen beiden Gründern gehört. Weitere Anteile gehören Investmentgesellschaften und der JP Morgan Chase Bank, einer der größten US-Banken.

Originalartikel
Das Gegenteil von Bildung
T-ONLINEBob Blume
04.11.2025 · 4 Minuten · Deutsch
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