Perspektive

zur Debatte vom 17. Mai 2026
Ist es an der Zeit für ein Tempolimit auf deutschen Straßen?
Contra

Ein Schild alleine rettet keine Leben

Die Perspektive in 30 Sekunden

Finn Lasse Streckwaldt sieht ein Tempolimit auf deutschen Straßen skeptisch. „Ein Schild alleine rettet keine Leben“, argumentiert der Nachwuchsjournalist bei der regionalen Tageszeitung NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG (NOZ). Er hat dabei vor allem Landstraßen im Blick.

Streckwaldt bezweifelt, dass an den vielen Verkehrstoten in Deutschland vor allem das Tempo schuld ist. Denn dann müsste es auf Autobahnen viel mehr Verkehrstote geben als auf anderen Straßen, schlussfolgert er. Laut Statistiken ist das aber nicht so. Für Streckwaldt hat das auch einen Grund: „Autobahnen sind sicherer gebaut – mit breiteren Spuren, Leitplanken und mit getrenntem Gegenverkehr.“

Streckwaldt schlussfolgert daraus, dass auch Landstraßen sicherer gemacht werden müssen. In seinen Augen braucht es Leitplanken, breitere Fahrbahnen, Überholstreifen und verantwortungsbewusstes Fahren. Er ist überzeugt: „Ein generelles Tempolimit mag beruhigen – Leben rettet es vermutlich kaum.“

Anmerkung der Redaktion

Finn Lasse Streckwaldt ist seit 2024 Volontär beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (SHZ). Aktuell schreibt er zu Politik und Gesellschaft für die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG (NOZ).

Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG (NOZ) ist eine regionale Tageszeitung in der Region um Osnabrück und dem Emsland, die 1967 entstand. Chefredakteure sind und . Gemeinsam mit ihren zahlreichen Regionalausgaben gehört sie zu den größten Regionalzeitungen Deutschlands und erscheint in der Summe in einer verkauften Auflage von rund 149.000 Exemplaren (IVW Stand Q1/2026). Die Website der NOZ verzeichnete im April 2026 rund 10,1 Millionen Aufrufe (Quelle: Similarweb). Im September 2023 wurde die NOZ für einen Beitrag des Chefredakteurs Burkhard Ewert mit dem Titel „Krieg in der Ukraine: Zum Glück gibt es ‚Telegram‘“ vom Deutschen Presserat gerügt. Dabei wurde ihm eine ungeprüfte Übernahme von Telegram-Meldungen bzgl. des Ukrainekriegs vorgeworfen. 2024 wurde die NOZ von der TAZ und ÜBERMEDIEN wegen einer von der NOZ und dem Onlinemagazin MULTIPOLAR beauftragten repräsentativen Forsa-Umfrage zur COVID-19-Impfung kritisiert. MULTIPOLAR wird als verschwörungstheoretisches Alternativmedium eingeordnet. Im März 2025 sah die TAZ bei der NOZ „rechte Narrative, immer größere Putin-Nähe und Verschwörungserzählungen“. Die NOZ gehört zu 50 % der Familie Elstermann, die andere Hälfte hält die einflussreiche Mediengruppe NOZ/mh:n MEDIEN, die wiederum zu jeweils 50 % der Familie Elstermann und der Familie Fromm gehört.

Originalartikel
Tempo 80 auf Landstraßen? Ein Schild alleine rettet keine Leben
NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG (NOZ)Finn L. Streckwaldt
19.04.2026 · 2 Minuten · Deutsch
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