Perspektive

zur Debatte vom 15. Februar 2026
Reizwort „Lifestyle-Teilzeit“: Sollten die Deutschen mehr Vollzeit arbeiten, um die Wirtschaft anzukurbeln?
Pro

Ja, in einer alternden Gesellschaft müssen wir über Teilzeit reden

Die Perspektive in 30 Sekunden

hält die Diskussionen über weniger Teilzeit in Deutschland für notwendig. Die stellvertretende Chefredakteurin beim Wirtschaftsmagazin WIRTSCHAFTSWOCHE (WIWO) verweist dabei vor allem auf den demografischen Wandel, also die alternde Gesellschaft. Denn dadurch werden Arbeitskräfte knapper und es wächst der Druck, mehr Arbeitszeit überhaupt möglich zu machen.

„Gleichzeitig ist in kaum einem Land in Europa die Teilzeitquote so hoch wie in Deutschland“, erinnert Brankovic unter Verweis auf aktuelle Zahlen. Aus denen geht laut der Redakteurin hervor, dass jede zweite Frau nicht voll arbeitet und bei den Männern rund jeder Neunte – „mit steigender Tendenz“. Sie weist dabei auch darauf hin, dass selbst unter kinderlosen Frauen vier von zehn nicht in Vollzeit arbeiten.

Brankovic spricht sich daher klar für Maßnahmen aus, um die Arbeitsanreize in Deutschland zu verbessern – vor allem für Frauen. Dabei geht es ihr etwa darum, Betreuung und Pflege besser zu organisieren. Für sie ist klar: „Wir müssen Wege finden, mehr Arbeit zu ermöglichen, ohne die Lebensrealitäten zu entwerten – und Übergänge zwischen Teilzeit und Vollzeit klüger organisieren.“

Anmerkung der Redaktion

ist Journalistin und die stellvertretende Chefredakteurin der WIRTSCHAFTSWOCHE, wo sie auch das Finanz-Ressort leitet. Zuvor war sie unter anderem für die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG (FAZ) tätig, wo sie vor allem über Konjunktur, Freihandel und Globalisierung berichtete. Brankovic war zudem stellvertretende Chefredakteurin des Wirtschaftsressorts der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG.  Sie hat Volkswirtschaftslehre und „Geschichte und Philosophie des Wissens“ studiert.

Die WIRTSCHAFTSWOCHE ist ein seit 1926 bestehendes überregionales Wirtschaftsmagazin mit Sitz in Düsseldorf. In ihrer Ausrichtung gilt die Wochenzeitschrift als wirtschaftsliberal. Die WIWO gehört zu den Pflichtblättern an den Börsen in Düsseldorf und Frankfurt und wird vor allem für ihre Berichterstattung mit Rankings, etwa zu Hochschulen oder Städten, beachtet. Der Vermarkter iq media zeichnet die Hauptzielgruppe der WIWO als männlich, mittelständisch und überdurchschnittlich wohlhabend. Seit 2010 veranstaltet die WIWO jährlich zusammen mit der Akademie Deutscher Weltmarktführer das Gipfeltreffen der Weltmarktführer in Schwäbisch Hall, das bundesweit größte Treffen mittelständischer Unternehmen mit globaler Spitzenstellung. Chefredakteur der Zeitschrift ist . Die verkaufte Auflage der WIWO lag zuletzt bei rund 89.000 Exemplaren (IVW Q1/2026). Die Website der WIWO verzeichnete im März 2026 7,5 Millionen Aufrufe (Quelle: Similarweb). Die Zeitschrift wird von der Handelsblatt Media Group herausgegeben, die der DvH Medien GmbH der Familie Holtzbrinck gehört. Der DvH gehören außerdem die Titel HANDELSBLATT und TAGESSPIEGEL sowie 50 % Anteile an der ZEIT.

Originalartikel
Wir müssen über Teilzeit reden!
WIRTSCHAFTSWOCHE (WIWO)Maja Brankovic
26.01.2026 · 3 Minuten · Deutsch
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